SOS bei Sonnenbrand

Auch wenn uns der Sommer in diesem Jahr wettertechnisch bisher tief enttäuscht hat, entgehen wir nicht der Gefahr eines Sonnenbrands. Ob nun im Urlaub am Strand, beim Skifahren in den Bergen oder selbst bei bedecktem Wetter im heimischen Stadtpark. Die UV-Strahlung lauert überall.

Gerade bei den bescheidenen Temperaturen, die derzeit in Deutschland herrschen vernachlässigen wir oft den Schutz vor UV-Strahlung. Wer denkt schon daran sich morgens mit Sonnenmilch einzucremen, wenn es draußen kalt und grau ist? Doch Vorsicht: Auch bei bedecktem Himmel oder einem latenten Windzug kann die Haut verbrennen. Natürlich nicht so schnell wie bei 30°C am Meer, aber in Sicherheit wiegen sollten Sie sich nicht.

Wenn es passiert ist

Natürlich ist die richtige Vorsorge das A und O, doch wie schon gesagt wird dies bei diesem Wetter häufig vernachlässigt. Egal zu welcher Jahreszeit und bei welchem Wetter bieten sich Pflegeprodukte mit einem UV-Schutz an. Sollte es aber dennoch zu einem Sonnenbrand gekommen sein, muss schnellstens Schadensbegrenzung erfolgen. Im Falle eines leichten bis mittelschweren Sonnenbrands haben sich einige Hausmittel bis heute bewährt. Bei schweren Verbrennungen, die mit Fieber und Blasenbildung der Haut einher gehen, sollten Sie jedoch in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Sie sind in der Sonne eingeschlafen, haben beim Beachvolleyball Ihren Sonnenschutz weggeschwitzt oder die Reflexion der UV-Strahlen im Wasser unterschätzt und nun ist Ihre Haut Krebsrot. Was tun? Natürlich gibt es zahlreiche sogenannte After Sun Produkte, die schnelle Linderung versprechen, doch häufig führen die chemischen Inhaltsstoffe dieser angeblichen Wundermittel eher zu Hautirritationen und Allergien, als zum gewünschten Erfolg. Besser eignen sich Hausmittel wie Milchprodukte, Tee, die bewährte Versandapotheke wenn Sie das Haus nicht verlassen möchten oder eine Aloe Vera Pflanze auf dem Fensterbrett.

Die gängigsten Mittel

Wenn die Haut gerötet und heiß ist und dazu auch noch juckt und spannt muss sie zu allererst gut gekühlt werden. Bei einem großflächigen Sonnenbrand bietet sich ein lauwarmes Bad im Stile Cleopatras an. Ein Liter Buttermilch und etwas Honig im Badewasser beruhigen nämlich nicht nur die gereizte Haut, sondern pflegen sie zusätzlich. Auch eine kühle Dusche kann den ersten Schmerz gut lindern, doch duschen Sie nicht zu kalt. Ihr Körper ist aufgehitzt und könnte mit Herz-Kreislaufproblemen reagieren. Lieber eine Temperatur von 25°C nicht unterschreiten. Für partielle Verbrennungen können Sie die Buttermilch, oder alternativ Quark oder Naturjoghurt, auch direkt auf die betroffenen Stellen auftragen und einwirken lassen. Spülen Sie die Packung mit viel lauwarmem Wasser ab wenn der kühlende Effekt nachlässt.

Auch die obligatorischen Gurkenscheiben im Gesicht können hier als Kühlung ein Retter in der Not sein. Legen Sie die Gurkenscheiben, am besten gut gekühlt, auf die verbrannte Haut und entspannen Sie sich. Wenn Sie keine Gurkenscheiben zur Hand haben, bieten sich auch rohe Kartoffelscheiben an. Seien Sie vorsichtig bei Zitronen- oder Limettensaft. Viele empfehlen zwar auch dies als Heilmittel bei Verbrennungen, doch die Säure der Früchte reizt die gestresste Haut noch zusätzlich und kann somit ein Brennen oder noch stärkeres Jucken verursachen. Besser eignet sich ein aufgebrühter und abgekühlter Teebeutel mit schwarzem Tee für die geschädigten Hautpartien.

Sollten Sie sich öfter einen Sonnenbrand zuziehen oder generell zur Sonnenempfindlichkeit neigen, sollten Sie sich eine Aloe Vera-Pflanze zulegen. Natürlich gibt es die lindernden Wirkstoffe der Pflanze auch als Gel oder Creme zu kaufen, aber was ist besser als das Naturprodukt aus erster Hand, das zudem auch noch dekorativ aussieht? Gerade bei chemisch hergestellten Pflegeprodukten ist die Gefahr von Hautreizungen und Allergien sehr groß. Also versuchen Sie ruhig erst einmal die natürlichen Hausmittel, bevor Sie zur Chemiekeule greifen.

Ein abschließender Tipp, den Sie nicht nur im Fall eines Sonnenbrandes beherzigen sollten: Trinken Sie viel Wasser oder verdünnte und ungesüßte Fruchtsäfte. Das ist vor, während und nach dem Sonnenbad wichtig und kann sogar dazu beitragen, dass die Folgen eines Sonnenbrandes schneller abklingen.

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