Selbstbräuner: Sommerbräune ohne Risiko?

Der Frühling kam mal wieder schneller als erwartet und wir sind schon ganz wild darauf endlich unsere kurzen Hosen und T-Shirts auszuführen. Doch der gefühlt 56-monatige Winter hat auch den letzten Rest Sommerbräune vernichtet und lässt uns leuchtend Weiß in die warme Jahreszeit starten. Da UV-Licht jedoch schädlich sein kann, widmen wir uns heute den Selbstbräunern.

Air-Brush statt Sonne

Ein gesunder Teint ist in, doch sonnen- oder solariumverbrannte Haut ist mehr als out. Was also tun, damit Gesicht und Körper nach Frühling aussehen und wie dem blassen Teint den Kampf ansagen? Eine gesunde, da hautschonende Alternative zu Sonne und Solarium sind spezielle Selbstbräuner, die es in Form von Cremes, Sprays, Tüchern oder jetzt auch als Airbrush-Variante gibt. Ja richtig gehört, spezielle Airbrush-Systeme versprechen streifenfreie und vor allem gesunde Bräune in wenigen Minuten. Anders als bei den anderen handelsüblichen Selbstbräunern braucht man sich nur kurz in eine sogenannte Sprühkabine begeben, sich drehen und über die neue Hautfarbe freuen.

Der US-amerikanische „Industry Choice Award“ hat die Sprühkabine von VersaSpa, die beispielsweise Anbieter wie Tan Club nutzen, im letzten Jahr als bestes System für Sprühbräune ausgezeichnet. Ein Luftstrom trocknet die aufgesprühte Bräunungslotion vor dem Verlassen der Kabine und verhindert so, dass man sich die Kleidung verfärbt. Die Bräune, die es in verschiedenen Nuancen gibt, entwickelt ihre volle Wirkung nach ungefähr 6 Stunden und soll bis zu 14 Tage anhalten.

Sonne aus der Tube

Gebräunte Haut gibt es jedoch nicht nur aus der Sprühkabine, sondern wie gesagt auch in Form von Cremes, Sprays oder Tüchern. Am praktischsten sind nach eingehender Eigenrecherche die Sprays, die nicht noch zusätzlich mit den Händen verteilt werden müssen. So erspart man sich nämlich verfärbte Hände und hat eine größere Chance Streifen zu vermeiden. Ein weiterer Tipp, um eine gleichmäßige und natürliche Bräune zu erzielen, ist ein vorheriges Peeling. Dadurch werden alte Hautschüppchen entfernt und das Spray oder die Creme kann gleichmäßiger in die Haut einziehen.

Der Wirkstoff Dihydroxiazeton (DHA), ein farbloses Pflanzenkohlenhydrat, sorgt beim Selbstbräuner übrigens für die Färbung der Haut. Anders als oft behauptet wird, werden nicht etwa die Pigmente der Haut durch Selbstbräuner angeregt, sondern der Wirkstoff dringt lediglich in die obersten Zelllagen ein und reagiert dort mit dem Keratin der Hautzellen. Die dadurch entstehenden braunen Farbstoffe schützen die Haut somit nicht im Geringsten vor UV-Strahlung und erhöhen keineswegs die Sonnenunempfindlichkeit der Haut. Doch nicht nur der vermeintliche Sonnenschutz, der den Lotionen angedichtet wird, birgt ein Gesundheitsrisiko. Die meisten Selbstbräuner enthalten außerdem Stoffe, die bei längerer Zufuhr von Sauerstoff Formaldehyd bilden. Somit sollten angebrochene Selbstbräuner-Flaschen nicht allzu lange aufgehoben werden und so schnell wie möglich aufgebraucht werden. Hier haben die einzeln verpackten Selbstbräuner-Tücher dann doch einen klaren Vorteil gegenüber Spray und Creme.

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