Die richtige Rasur – trocken oder nass?

Trocken oder nass rasieren? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Die verschiedenen Arten der Bartentfernung haben ihre Vor- und Nachteile und eine wirkliche Patentlösung wird es für die gespaltenen Lager wohl nie geben.

Klinge mit Schaum oder Elektrorasierer? – Dies ist die elementarste aller Bartfragen. Wenn Mann sich dazu entscheidet bartlos durchs Leben zu gehen, muss zwischen Nassrasur mit Klinge, Wasser sowie Rasierschaum und maschineller Hilfe entschieden werden.

Vor- und Nachteile der zwei Varianten

Die Verfechter der Nassrasur berufen sich auf die Gründlichkeit dieser Methode. Die Nassrasur ist außerdem für empfindliche Haut besser geeignet, da die Haut weniger gereizt und zudem angenehm erfrischt wird.

„Viel zu aufwändig!“ behaupten die Trockenrasierer. Ohne Zweifel: Die Elektrorasur geht schneller, die Klingen des Rasierers haben eine längere Lebensdauer und rasieren kann man sich auch ohne Waschbecken – quasi an jedem Stromanschluss. Was die Trockenrasur der Nassrasur lassen muss: Sie ist und bleibt einfach gründlicher, denn eine flexible Klinge erwischt auch den letzten Bartstoppel im Gesicht. Für Männer mit unreiner Haut ist die Nassrasur jedoch trotz ihres Peeling-Effekts eine oft schmerzhafte Prozedur.

Reinigung nicht vergessen

Egal, für welche Variante der Rasur Mann sich entscheidet: Zuerst sollte die Gesichtshaut mithilfe eines milden Reinigungsschaums oder Reinigungsgels und warmem Wasser gründlich gereinigt werden. Es empfiehlt sich, die Haut anschließend an der Luft trocknen zu lassen. Dadurch werden die Barthaare eingeweicht und stellen sich auf, sodass die Haut optimal auf die Rasur vorbereitet ist.

Nassrasur: die richtige Technik

Für die Nassrasur gilt: Grundsätzlich sollte diese immer schon vor der morgendlichen Dusche erfolgen, denn nach dem Duschen ist die empfindliche Gesichtshaut aufgequollen und die Klinge kann nicht mehr alle Bartstoppeln erreichen. Die Rasierklinge darf auf keinen Fall stumpf sein, denn dann sind winzige Hautverletzungen und Schnitte vorprogrammiert. Ob Schaum, Creme oder Seife – alles sollte vor Beginn der Rasur kurz einwirken. Die Reihenfolge beim Rasieren bleibt stets gleich: Angefangen von der Wange über den Hals. Die Stoppeln an Oberlippe und Kinn werden zuletzt rasiert, weil diese die längste Einweichzeit benötigen.

Nassrasur Marke Old School

Wer die Rasur im Bad morgens gern als kleines Ritual zelebriert, für den bieten sich Rasiermesser an. Das Rasiermesser ist die älteste und auch klassischste Variante der Rasur. Sie erfordert allerdings auch das meiste Geschick, da hier schon bei leichter Schneidwinkelveränderung eine Verletzung erfolgen kann. Der Rasierhobel bietet mehr Sicherheit, aber vor allem am meisten Individualität. Durch verschiedene Schneidkopf-Techniken kann der Benutzer diejenige Technik wählen, die seinen Bedürfnissen am ehesten entspricht. Die Anhänger der klassischen Rasur verzichten auch auf Dosenschaum oder –gel, sie greifen zum Rasierpinsel und rühren sich den Schaum mit Rasiercreme selbst an.

Trockenrasur: Schnelle Glätte

Wer an Akne oder besonders empfindlicher Haut leidet, für den ist die schonendere Trockenrasur besser geeignet. Die Reinigung der Haut ist hier nicht zwingend nötig, ein Pre-Shave tut es auch, um die Haut zu entfetten und die Haare aufzurichten. Die Vorteile des Trockenrasierers zeigen sich nun in der kurzen Zeit, die für die Rasur benötigt wird. Wer es wirklich eilig hat, der muss während der Rasur nicht einmal in den Spiegel sehen, denn eins ist die Trockenrasur allemal: sicher.

Die Haut wird durch eine dünne Scherfolie vor den rotierenden oder schwingenden Klingen geschützt. Dadurch ist ein direkter Hautkontakt mit den Klingen nicht möglich und das morgendliche Blutbad im Waschbecken bleibt zum Glück aus. Anders als bei einem Nassrasierer kann ein Elektrorasierer auch ohne weiteres gegen den Strich angewendet werden. Verletzungen oder Hautreizungen sind hier eher unwahrscheinlich. Probleme hat der Trockenrasierer meist, wenn es an die unebene Halsregion geht – hier ist der Nassrasierer ganz klar im Vorteil.

Für die richtige Rasur gibt es kein Patentrezept – nur zwei gespaltene Lager. Wer morgens wenig Zeit investieren will, der ist mit der Trockenrasur gut beraten. Bei wenig empfindlicher Haut kann man mit der traditionellen Nassrasur jedoch gründlichere Ergebnisse erzielen als mit dem Rasierapparat.

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Ein Kommentar

[…] des Bartes spricht heute keinen mehr an, stattdessen wird versucht ihn durch die richtige Rasur Form zu vollenden. Hilfreich für Feinarbeiten sollen hierbei spezielle Rasierer wie […]

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