Barttrends für mehr (B)artenvielfalt

Seit ein paar Jahren erlebt der Bart ein zuvor noch nie dagewesenes Revival. Trotzdem gibt es auch 2011, die maskuline Gesichtsbehaarung betreffend, neue Trends und No Go´s. Schon der römische Literat der Antike Aulus Gellius kam zu der Feststellung „Barba non facit philosophum, neque vile gerere pallium“ (Ein Bart macht noch lange keinen Philosophen, auch nicht, einen billigen Mantel zu tragen.)

Die Krux mit dem Bart

Bärte sind das ewig leidige Thema des Mannes. Und so einfach wie „der Mann von Welt trägt Bart“ gestaltet sich dieser Aspekt dann doch nicht, schließlich ist Bart nicht gleich Bart. Wichtigste Regel ist: Gepflegt muss er sein, denn total verwahrlost kommt er nie gut an. Auch die Variante Vollbart/Rauschebart à la Weihnachtsmann ist inzwischen nicht mehr ganz so angesagt. Stattdessen liegen, man siehe Brad Pitt, Johnny Depp oder Leonardo Di Caprio, der Kinnbart und der Henriquatre (rund um die Mundpartie) voll im Trend.

Sicher lässt sich zumindest sagen, dass der über längere Jahre beliebte und schon in den 90ern von den Ärzten besungene Drei-Tage-Bart ausgedient hat und eher als ungepflegt interpretiert wird. Das einfache Stehenlassen des Bartes spricht heute keinen mehr an, stattdessen wird versucht ihn durch die richtige Rasur Form zu vollenden. Hilfreich für Feinarbeiten sollen hierbei spezielle Rasierer wie Augenbrauen-Rasierer oder der neue Fusion Proglide Power von Gillette sein, den wir gern bei uns verlosen möchten. Vorsicht ist allerdings bei tiefschwarzen Haaren und sehr heller Haut geboten, weil hierbei ein unerwünschter „Edding-Effekt“ entstehen kann.

Obwohl immerhin stattliche zweidrittel der männlichen Bevölkerung Bart tragen, findet der Großteil des weiblichen Geschlechts Männer mit Haaren im Gesicht eher unsexy. Der Grund der Vorliebe für glattrasierte Haut liegt hier vermutlich aber nicht optisch begründet sondern eher auf den Kuschel- und Kratzfaktor bezogen.

Aber warum dann überhaupt Bart?

Während die ältesten Nachweise für Bartmode aus dem alten Ägypten stammen, wo die Männer teilweise Schnurrbart und der Pharao dem ihn vorbehaltenen blau gefärbten Kinnbart trug, war der Mensch der Antike damit bemüht sich aller anderen Körperhaare als der Kopfhaare zu entledigen. Dies sieht man heute noch an den Statuen und Kunstwerken aus dieser Zeit. Einer der Hauptgründe hierfür war die Distanzierung des Menschen vom stark behaarten Tier.

Heute gilt ein Bart eher als Ausdruck von Männlichkeit und Sexappeal und bildet dadurch das komplette Gegenteil der androgyn-glatten Milchbubis, die uns die Jahre zuvor aus den Hochglanzmagazinen entgegen geblickt haben. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der Trend jetzt wieder zur Komplettbehaarung geht, sondern vielmehr dass der Bart maskuline Stärke und Souveränität verkörpert.

Den längsten Bart aller Zeiten hatte übrigens der 1927 verstorbene Norweger Hans Langseth mit sage-und-schreibe 5,33m.

Um an der Verlosung des Rasierers teilzunehmen schreiben Sie einen Kommentar auf unserer Facebookseite für oder gegen den Erhalt von Bärten.

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Leserbriefe

5 Kommentare

juergen rudolph #

25. März 2011 // 19:51

ich bin absolut für den erhalt von bärten

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[…] Es ist wichtig seinen Typen zu kennen. Je nach Gesichtsform, kann einem einer der Barttrends besser stehen, als eine andere. Ein Kinnbart eignet sich beispielsweise eher bei einem spitzen […]

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[…] männliche Gesichtsbehaarung erlebt eine Renaissance, auch das Herrenblatt plädiert für die (B)Artenvielfalt und stellt Bart-Trends für 2011 vor, warnt zugleich aber auch vor bärtigen No-Go´s. Dort […]

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[…] informiert. Wer sich in der Herrenmode Branche vorstellt, muss unbedingt über die aktuellen Herrenmode Trends informiert sein. Genauso sollte sich der Bewerber über die Firmenstruktur- und Geschichte […]

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[…] Bild, zu finden auf der Facebook-Seite von Gillette Deutschland. Über das Bild bin ich bei dem Artikel von Herrenblatt gestolpert, welcher sich auch für mehr (B)Artenvielfalt stark macht. Was mir an dem Artikel nicht […]

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