Frühjahrsputz im Kleiderschrank

Früüühling, raunt es verheißungsvoll aus allen Ecken. Noch ist er nicht ganz da, aber irgendwie spüren wir, dass wir nicht mehr allzu lange zu warten haben. Für viele ist der Frühling auch der Inbegriff positiver Veränderungen: Die lange geplante Diät wird endlich in Angriff genommen, die Wohnung entstaubt – und dazu gehört auch meist das seit langem überfällige Ausmisten des Kleiderschranks. Wir zeigen Euch, worauf Ihr beim Ausmisten achten solltet, damit am Ende auch wirklich ausgemistet wird und nicht nur hin- und hergeschoben. Außerdem wollen wir Euch ein bisschen inspirieren – man kann mit alten Klamotten nämlich mehr machen, als sie einfach wegzuschmeißen!

Der Startschuss

Es geht los – Ihr habt Euch durchgerungen, endlich mal Ordnung in das Ding zu bringen – sehr gut! Los geht’s: Räumt den kompletten Schrank aus, ja, auch das Sockenfach. Mutti wird gleich sehr stolz auf Euch sein, denn mit großer Akribie und voller Inbrunst wischt Ihr erst Staub und geht anschließend nochmal mit einem feuchten Lappen durch alle Fächer. Wow. Dazu macht sich sehr laute und sehr schnelle Musik ganz gut, haben wir festgestellt. Nebenbei könnt Ihr schon mal grob sortieren: Auf den einen Stapel legt Ihr Lieblingsteile, die Ihr ständig tragt und alle anderen Sachen auf einen anderen Haufen.

Adé Schrankleichen

Ihr müsst jetzt ganz stark sein: Von einigen Sachen, gerade von denen, die bereits Spinnennetze ansetzen, solltet Ihr Euch trennen. Eine Faustregel: Alles, was Ihr seit einem Jahr nicht getragen habt, werdet Ihr auch im kommenden Jahr nicht tragen. Auch wenn Tante Rosi sich so viel Mühe mit dem selbstgestrickten Rentierpullover gegeben hat: Weg damit. Und weg heißt nicht: in den Müll. Mehr dazu lest Ihr weiter unten! Jaaa, auch die Lieblingsbaggy mit den 6 Löchern am Hintern muss weg – keine Gnade! Seid hart und sortiert alle Klamotten aus, die Ihr nur einmal getragen habt oder die kaputt sind. Klamotten mit Löchern wandern gleich ab in Müll, wenn auch Mutti nichts mehr retten kann.

Ordnung muss sein!

Klamotten, die Ihr ständig tragt, sollten auf Augenhöhe einsortiert werden, Evergreens wandern in die zweite Reihe. Seltene Klassiker könnt Ihr ganz unten oder weiter oben platzieren. Hemden solltet Ihr auf die Kleiderstange hängen, zwischen den einzelnen Teilen immer ein paar Zentimeter Platz lassen. Wollsachen nicht auf die Stange hängen, sonst leiert die Wolle im Laufe der Zeit aus. Aufbewahrungsboxen für Socken, Gürtel etc. sorgen für Durchblick und Übersichtlichkeit. Die Wintersachen dürfen sich auch endlich aus der zweiten Reihe verabschieden – nicht vergessen den ewig kratzenden Pullover endlich mal rauszuschmeißen! Und ja, weiche Sweat- und Fleecejacken sind so schön bequem– doch glücklicherweise haben sie erst in 6 Monaten wieder etwas in den vorderen Schrankreihen zu suchen, ebenso wie die warmen Wollsocken und lange Unterhosen.

Drei, zwei, eins – weg

Klar gehört es als hipper Großstädter in Metropolen wie Berlin zum guten Ton, am Sonntagnachmittag mit einem Latte Macchiato bewaffnet auf dem Flohmarkt nach alten Möbeln, Büchern und Platten zu feilschen. Und genauso viel Spaß macht es, auch mal auf der anderen Seite des Stands zu stehen! Ein Flohmarktstand kostet je nach Bedingungen (mit oder ohne überdachten Stand) in Berlin um die 30 Euro pro Tag. Schnappt Euch also den verkaterten besten Kumpel und Eure alten Klamotten und schon kann der Spaß losgehen – die Standgebühr hat man schnell wieder drin und ein solcher Flohmarkttag ist bestens geeignet, auch endlich Sachen wie den Eierschalensolbruchstellenerzeuger, die nie benutzte Küchenmaschine mit 67 verschiedenen Zerkleinerungsstufen und die Bravo-Hits-CD von 1993 loszuwerden.

Eine weitere Möglichkeit, die Sachen loszuwerden und dabei noch etwas zu verdienen: Ebay. Wichtig ist, dass Ihr Euch etwas Zeit nehmt für die Beschreibung und die Fotos – ein helles Bild des Kleidungsstücks auf einem sauberen Dielenboden macht viel her. Manche Teile sehen am besten aus, wenn ein Kumpel von Euch sie anzieht und Ihr dann Fotos macht – das Gesicht später auf dem Bild einfach weglassen. Seid ehrlich, wenn Ihr die Sachen beschreibt: Abnutzungsspuren an Schuhen, Kratzer, Flecken, die nicht mehr auszuwaschen sind – gebt alles mit an, sonst riskiert Ihr eine schlechte Bewertung durch den Käufer.

Eine weitere coole Möglichkeit, die alten Klamotten gebührenfrei zu verkaufen oder einfach gegen andere zu tauschen ist die Plattform Kleiderkreisel. Hier stellt Ihr ein Foto der Klamotten mit einer konkreten Preisvorstellung ein. Wenn jemand Interesse hat, kann er Kontakt zu Euch aufnehmen und Ihr könnt einen neuen Preis vereinbaren, wenn Ihr möchtet. Coole Idee, finden wir! Und was macht ihr mit dem ganzen neu verdienten Geld für die alten Klamotten? Klar, am besten schnell in neue investieren. Anregungen für Shopping-Wütige, gibt´s unter anderem bei www.shopping24.de!

 

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