Kennt Ihr noch den….Zauberwürfel?

Sie sind bunt, grell, aus Plastik und ihr Anblick weckt bei den meisten von uns viele Erinnerungen und zaubert dem einen oder anderen ein Lächeln auf die Lippen, auch wenn es an Misserfolgen sicher nicht mangelte: Die Rede ist vom Zauberwürfel. Den Höhepunkt seines Ruhms hatte der knifflige Würfel schon Anfang der 80er Jahre – und doch fordert er bis heute Jung und Alt heraus. Mit Algorithmen und Berechnungen aller Arten versuchten Mathematiker seit mehreren Jahrzehnten, das Würfelgeheimnis mit einer Zahl auszudrücken – mit Erfolg.

Der wird nie out!

Erfunden wurde das einfache, aber geniale Konstrukt vom ungarischen Wissenschaftler Ernő Rubik. Dieser hatte den Würfel 1974 für seine Studenten ertüftelt, damit diese ihr räumliches Vorstellungsvermögen trainieren konnten. Dass Rubik damit eine wahre Würfelitis auslösen würde, war ihm damals ganz sicher noch nicht klar. 1980 wurde der Würfel mit dem Sonderpreis „Bestes Solitärspiel“ ausgezeichnet. Noch heute ist der Würfel eine coole Retro-Geschenkidee – für alle, die den Würfel nicht sowieso noch aus guten alten Zeiten im Schrank haben.

Knifflige Sache

Manch einer hat es noch nie geschafft, die 54 Würfelchen wieder so zu drehen, dass alle Würfelseiten unifarben sind, andere schaffen es regelmäßig. Der Weltrekord, der bei den Melbourne Winter Open vom Australier Feliks Zemdegs „erdreht“ wurde, liegt bei 5,66 Sekunden für einen Würfel mit Flächen aus 3×3 Elementen. Wahnsinn! Bei Zauberwürfel-Wettkämpfen geht es nicht nur um Schnelligkeit, sondern auch darum, das Würfelproblem mit möglichst wenigen Zügen zu lösen. Für den ersten Zug gibt es 18 verschiedene Möglichkeiten, für den zweiten ebenso und für jeden weiteren auch. Insgesamt sind 43 Trillionen Positionen möglich. Kein Wunder, dass einem hier manchmal die Haare zu Berge stehen! Würde man beispielsweise 43 Trillionen Rubikwürfel aufeinander schichten, dann ergäbe sich ein Turm, der mehr als 200 Lichtjahre ins All ragen würde – eine Entfernung, die dem Weg entspricht, den man zurücklegen müsste, wenn man sieben Millionen Mal von der Erde zur Sonne und zurück reisen würde.

Die Zahl Gottes

An der Frage, wie viele Züge mindestens notwendig sind, um den Würfel in die Ausgangsposition zu drehen, haben sich jahrzehntelang viele schlaue Köpfe die Zähne ausgebissen. 2010 schließlich gelang es den US-Amerikanern Morley Davidson, John Dethridge und Thomas Rokicki sowie dem Deutschen Herbert Kociemba, die sogenannte „Gotteszahl“ zu ermitteln: Höchstens 20 Züge sind im Idealfall notwendig, um den Würfel in die Ausgangsposition zu bringen. Normalsterbliche brauchen im Schnitt 40 Züge, bis der Würfel so aussieht wie vorher.

Für alle, die auf den Retro-Charme des Würfels verzichten können, nicht aber auf das Würfel-Puzzle, gibt es mittlerweile auch LED-Würfel! Zurück in die Zukunft! Ostern steht vor der Tür – und wer noch auf der Suche nach coolen Geschenkideen für Männer ist, der sollte sich nicht scheuen vor dem Weg in die Spielzeugabteilung!

 

 

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Leserbriefe

4 Kommentare

H.K. #

23. März 2012 // 20:15

Gotteszahl ist 20, aber nicht weil *mindestens* 20 Züge notwendig sind, um den Würfel wieder in die Ausgangsstellung zu bringen, sondern *höchstens* 20 Züge. Dass es Positionen gibt, die tatsächlich nicht unter 20 Zügen zu lösen sind, ist schon seit 1995 bekannt.

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    Helke #

    26. März 2012 // 10:36

    @H.K.: Vielen Dank für Deinen Hinweis, wir haben das im Artikel geändert!Dein Herrenblatt-Team

    Antworten

ak #

23. März 2012 // 20:46

Gegenfrage: Kennt ihr noch gute Themen?

Antworten

Hutshop #

3. April 2012 // 11:54

Der sogenannte Rubix Cube gehört meiner meinung nach in jeden Haushalt!

Es gibt insgesamt 4 verschiedene Zugfolgen, auch Algorythmen genannt, damit jeder auf der nächsten Party angeben kann 😉

Greetz Danny

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