Rückschlag-Sport mit mächtig Power: Squash

Squash ist bisher weniger bekannt als Sportarten wie Badminton oder Tennis, dabei ist die aus England stammende Sportart perfekt geeignet, um Kondition und Kraft gleichermaßen zu trainieren und gleichzeitig auch noch dem Winterspeck Paroli zu bieten. Zur Ausrüstung gehören ein hochwertiger Squash-Schläger sowie ein Ball, der den Schwierigkeitsgrad des Spiels bestimmt und auf die Fähigkeiten der Spieler abgestimmt sein sollte.

Der Ursprung

Wie auch viele andere Sportarten kommt Squash aus England, wo es im 19. Jahrhundert erfunden wurde und zunächst Verbreitung im gesamten Commonwealth fand. In Deutschland kam es in den 70er Jahren zu einem ersten „Squash-Hype“. Mittlerweile spielen etwa 1,92 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Squash. Trotz energischer Bemühungen des Weltverbandes, der World Squash Federation (WSF) ist Squash bis heute keine Sportart, die in die olympischen Spiele aufgenommen wurde.

Blitzschnelle Schläge und Ballwechsel fordern Rücksichtnahme

Beim Squash spielen 2 Spieler (Einzel) oder 4 Spieler (Doppel) auf einem Spielfeld von 9,75mx6,40m, dem sogenannten Squashcourt, gegeneinander. Squash gehört zu den Rückschlag-Sportarten. Ziel des Spiels ist es, den Ball mit dem Schläger so zu schlagen, dass der Gegner diesen nicht mehr erreichen kann. Die Rücksichtnahme auf die Sicherheit des Gegenspielers steht bei diesem schnellen Sport besonders im Vordergrund. Beide Spieler spielen den Ball abwechselnd, wobei der Ball den Boden nur einmal berühren darf oder aber bereits in der Luft geschlagen wird (Volley).

Der richtige Ball

Beim der richtigen Wahl des Balls gibt es einiges zu beachten: Im Squash wird, außer bei Turnieren, fast immer ein schwarzer Ball aus Gummi verwendet, der mit einem farbigen Punkt markiert ist. Bei Turnieren verwendet man vorwiegend weiße Bälle, weil diese für die Zuschauer besser zu sehen sind. Die Farben geben Aufschluss über unterschiedliches Sprungverhalten der Bälle: Blaue Bälle springen sehr schnell und sind besonders für Anfänger geeignet. Rote Bälle bewegen sich mittelmäßig schnell und ebenfalls noch für Anfänger geeignet. Gelbe Bälle sind träge und sollten aus diesem Grund nur von fortgeschrittenen Spielern gespielt werden. Doppelgelbe Bälle sind sehr langsam und werden in Turnieren verwendet. Bei den trägen Bällen würde bei Anfängern kaum ein Ballwechsel zustande kommen, weil die Bälle kaum vom Boden abheben und ein großer Kraftaufwand nötig ist.

Der Aufschlag

Der Aufschlag wird, nachdem das Aufschlagrecht durch das Drehen eines Schlägers ausgemacht wurde, aus einem der beiden Aufschlagfelder ausgeführt, wobei mindestens ein Fuß im Aufschlagfeld stehen muss. Die Schläger beim Squash sind übrigens etwas leichter als die Schläger beim Tennis und etwas schwerer als Badminton-Schläger. Nach dem Aufschlag muss der Squashball die Stirnwand oberhalb der Aufschlaglinie treffen und im gegnerischen Viertel aufkommen.

In Aktion

Beim Squash gewinnt jeder Spieler einen Satz, wenn er zuerst 11 Punkte erreicht hat. Bei einem Punktestand von 10:10 wird ein sogenannter Tie-Break gespielt; hier gewinnt derjenige Spieler, der zuerst 2 Punkte Vorsprung hat. Insgesamt wird auf drei Gewinnsätze gespielt.

Nach jedem Schlag muss nun der Ball auf direktem oder indirektem Weg, also über Seiten- oder Rückwand, die Stirnwand berühren. Bevor der Gegner nun den Ball zurückschlägt, darf der Ball nicht mehr als einmal den Boden, beliebig oft jedoch auf die Seiten- und Rückenwände treffen. Erst wenn der Ball oberhalb der an den Wänden angebrachten Begrenzungslinien auftrifft, gilt er als aus. Ein Ballwechsel gilt als gewonnen, wenn der Ball nach einem gültigen Aufschlag zweimal im Spielfeld aufkommt oder der Gegner den Ball ins Aus oder gegen die „Tin“ spielt. Dies ist die oft mit einer roten Blechabdeckung versehene Linie auf einer Höhe von 43cm, die hörbar klappert, wenn der Ball dort auftrifft.

Kleines Spielfeld, viel Bewegung

„Spiele hoch drei“ könnte man die quirlige Komposition aus dreidimensionalem, weil räumlichem Spielfeld und blitzschnell umherflirrendem Ball ganz bildhaft nennen. Die kurzen Ballwege erfordern auch eine kurze Reaktionszeit und die Trägheit des Balls trägt ebenso dazu bei, dass Squash doch zu den schweißtreibenderen Sportarten zählt. Muss man sich nach dem ersten Dreier-Gewinnsatz meist noch tagelang regenerieren, merkt man schnell, dass die Kondition auch lernfähig ist und früher oder später findet man Spaß an diesem actionreichen Ballspiel, das einem die Puste dann bald doch nicht mehr ganz so schnell ausgehen lässt.

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Leserbriefe

Ein Kommentar

Annika #

3. Oktober 2014 // 10:18

Super Sportart und das gute – auch im Winter kann man Squash im Gegensatz zu Tennis & Co. spielen. Macht richtig Spaß und ist auch anstrengend!

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