Silvesterbräuche – Von roter Unterwäsche und zwölf Weintrauben

Die Silvesternacht steht vor der Tür und damit auch ihre zum Teil eigentümlichen Bräuche. Damit Ihnen das Glück im nächsten Jahr auch garantiert ins Haus steht, möchten wir Ihnen heute die schönsten Silvesterbräuche aus der ganzen Welt vorstellen.

Eine lange Tradition

Die Bezeichnung Silvester geht auf den, im Jahre 355 verstorbenen und später heiliggesprochenen, Papst Silvester I. zurück. Sein Todestag war der 31. Dezember, welcher seit der Einführung des gregorianischen Kalenders im 17. Jahrhundert, als letzter Tag des Jahres gilt. Seitdem wird der 31. Dezember als Silvester bzw. als Jahreswende gefeiert.

Was damals noch Rasseln, Pauken und Trompeten waren, ist bei uns heutzutage das schillernde Feuerwerk und krachende Böller. Denn Sinn des Lärms dieser Nacht ist es, die bösen Geister des vergangenen Jahres zu vertreiben und frei von Sorge ins neue Jahr zu gehen.

Doch wie feiert der Rest der Welt? In den verschiedenen Ländern haben sich ebenso verschiedene Traditionen entwickelt, die jedoch alle das gleiche Ziel vereint – Glück für das nächste Jahr.

Unterwäsche, Gesang und kulinarische Kuriositäten

In den südlichen Ländern wie Italien, Spanien oder Chile sind auch die Silvesterbräuche etwas temperamentvoller. So tragen die Damen dort während der Silvesternacht rote Unterwäsche unter ihren festlichen Kleidern, in der Hoffnung im nächsten Jahr mit Glück gesegnet zu sein. Und auch ein goldener Ring im Sektglas soll beim Anstoßen auf den Jahreswechsel Glück im Leben und in der Liebe bringen.

Während in Italien bei der Kleiderwahl auf Rot gesetzt wird, tragen die Brasilianer zu Silvester Weiß, die Farbe der Unschuld und des Friedens. Ein weiterer Brauch ist es Blumen ins Meer zu werfen und am Strand bunte Kerzen in den Sand zu stecken. Rote Kerzen sollen Glück in der Liebe bringen, Weiße Frieden und gelbe Kerzen versprechen einen Geldsegen für das nächste Jahr. In einigen Teilen Asiens werfen Unverheiratete anstatt der Blumen Mandarinen ins Meer und wünschen sich so Glück in der Liebe.

In Argentinien hingegen denkt man an Silvester etwas pragmatischer und wirft die Schnipsel alter Unterlagen aus dem Fenster, um sich vom Ballast des letzten Jahres zu befreien. Die Griechen überlassen das Glück dagegen dem Zufall und backen eine Münze in das sogenannte Basiliusbrot ein. Derjenige, der die Münze in seinem Stück findet, soll dann im nächsten Jahr Glück erfahren.

Sollten Sie Silvester in Schottland verbringen, müssen Sie Gastgeberqualitäten beweisen, denn am schottischen Hogmanay, laufen junge Männer mit Whisky, Rosinenbrot und einem Stück Kohle von Tür zu Tür und erbitten Einlass. Das Willkommen-Heißen des Fremden soll den Gastgebern Glück ins Haus bringen.

Gefährliche Essgewohnheiten

In Spanien wird zu jedem Glockenschlag der Mitternachtsstunde eine Weintraube gegessen und dazu ein Wunsch gedacht. Da bis zum letzten Gong alle Weintrauben gegessen werden müssen, bietet der Handel mittlerweile kleine, kernlose Trauben speziell für den Silvesterabend an.

In Japan sind die Essgewohnheiten zum Jahreswechsel jedoch deutlich gefährlicher. Zwar muss dort nicht zu jedem, der sage und schreibe 108 Glockenschläge, eine Weintraube verspeist werden, aber eine besondere Delikatesse fordert dort jährlich mehrere Todesopfer. Die Mochis, traditionelle Klöße aus klebrigem Reis, sollen ein langes Leben versprechen, bleiben aber vielen Japanern im Hals stecken und führen zu Erstickungen.

In Österreich geht es weitaus ungefährlicher zu, denn die Wiener Walzertänzer auf dem Rathausplatz erwartet im schlimmsten Fall ein Muskelkater im nächsten Jahr.

Egal ob Sie sich für einen der internationalen Bräuche entscheiden, oder vorsichtshalber beim typischen Bleigießen bleiben – Das Herrenblatt wünscht Ihnen einen guten Rutsch und viel Glück im neuen Jahr!!!

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