Rugby – Auch Gentlemen machen sich schmutzig

Ein altes englisches Sprichwort lautet sinngemäß: „Fußball ist ein Spiel für Gentlemen, welches von Grobianen gespielt wird und Rugby ist ein Spiel für Grobiane, welches von Gentlemen gespielt wird“.

Der Legende nach ist Rugby im Jahr 1823 während eines Fußballspiels in der gleichnamigen Stadt entstanden. Demnach wusste der Brite William Webb Elis die drohende Niederlage seiner Fußball-Mannschaft nicht anders zu verhindern, als den Ball mit den Händen ins gegnerische Tor zu legen. Da dies beim Fußball  jedoch einen klaren Regelverstoß darstellt, entstand vermutlich aus dieser Legende heraus die Sportart Rugby.

Bis heute ist Rugby in seinen vielfältigen Varianten vor allem in den Ländern des Commonwealth und in südlichen Ländern wie zum Beispiel Neuseeland, Südafrika oder Argentinien bekannt.

Was auf dem Feld geschieht

Rugby ist ein Mannschaftssport, der je nach Variante mit 13, 15 oder auch nur 7 Feldspielern gespielt werden kann. Aufgrund von Regelstreitigkeiten mit den ebenfalls zu jener Zeit vorherrschenden  Fußballregeln, wurde Rugby kurzerhand als eigene Sportart konzipiert. Bei sämtlichen Varianten des Rugbys kommt ein ovaler Ball zum Einsatz, welcher in seiner Form an den des American Football erinnert. Grundlegendes Ziel jedes Spiels ist es, Punkte zu erzielen, indem der Ball an der gegnerischen Mannschaft vorbeigetragen oder gekickt wird.

Ein Sport mit Tradition

Da die Variante „Rugby Union“ vor allem auf den renommierten Privatschulen Englands gespielt wurde, haftete dem Rugby bald der Ruf an, vor allem für die oberen Gesellschaftsschichten prädestiniert zu sein. Demgegenüber gilt die Variante „Rugby League“ im Norden Englands und in Teilen Australiens als Sport der Arbeiterklasse.

Der gemeinschaftliche Aspekt ist jedoch bei beiden Rugby-Ligen ein ganz besonderer: Nach dem Spiel treffen sich die gegnerischen Mannschaften nämlich oftmals zum gemeinsamen feiern.

Das Vorurteil, Rugby sei brutal, wird dieser traditionsreichen Sportart bei Weitem nicht gerecht. Werte wie gegenseitiger Respekt und leidenschaftliche Hingabe im Spiel werden beim Rugby ganz groß geschrieben. Die Spielregeln verbieten eine aggressive Spieltaktik: So darf beispielsweise ein Spieler ohne Ball nicht gegriffen werden und auch grobe Berührungen der Halsregion werden scharf sanktioniert.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Leserbriefe

Ein Kommentar

[…] den britischen Inseln entstanden auch neue Sportarten. So gilt Rugby, dessen Geschichte eng mit der des Fußballs verknüpft ist, bis heute als absoluter […]

Antworten

RSS-Feed zu diesem Beitrag