O‘ zapft is! Noch eine Woche bis zum Münchener Oktoberfest

Rund sechs Millionen Besucher zieht das berühmte Münchener Oktoberfest jedes Jahr aufs Neue an: Neben vielen Bundesbürgern sind mittlerweile auch Touristen aus den USA, Japan und Neuseeland zugegen, um sich das bunte Treiben auf der Theresienwiese, die nach der Frau des Oktoberfestgründers benannt wurde, anzuschauen.

Noch 7 Tage und dann wird angezapft

Am 17. September 2011 ist es soweit: Das Oktoberfest wird eröffnet. Auf Mitte September als Beginn für das etwa zweieinhalbwöchige Fest hat man sich geeinigt, um das Fest bei milderen Temperaturen stattfinden zu lassen als beispielsweise Ende Oktober. Den offiziellen Auftakt für das Fest bildet der Einzug der Wiesen-Wirte auf Kutschen von der Münchener Innenstadt bis zur Festwiese. Punkt 12 Uhr sticht der Oberbürgermeister der Stadt im Schottenhamel-Festzelt das erste Bierfass an. Mit dem Anstich des Fasses und dem berühmten Ausruf „O‘ zapft is!“ („Es ist angezapft!“) gilt das Oktoberfest offiziell als eröffnet. Die 12 Böllerschüsse, die anschließend von der Treppe der Bavaria abgegeben werden, sind das Zeichen für die anderen Wirte, mit dem Zapfen beginnen zu dürfen. Die erste Maß auf dem Oktoberfest erhält traditionell der bayrische Ministerpräsident.

Bierselig in den Oktober

Was wäre das Münchener Oktoberfest ohne Bier? Für das Fest brauen die Münchener Brauereien ein spezielles Bier, das sogenannte Wiesn Märzen mit mehr Stammwürze als normales Bier und einem höheren Alkoholgehalt von sechs bis sieben Prozent. Auf dem Oktoberfest sind sechs Brauereien in den Festzelten vertreten: Spaten-Franziskaner-Bräu, Augustiner, Paulaner, Hacker-Pschorr, Hofbräu und Löwenbräu. Laut Betriebsvorschrift darf auf dem Oktoberfest nur Bier in Maßkrüge gefüllt werden, das aus Münchener Traditionsbrauereien stammt und nach dem Münchener Reinheitsgebot von 1487 sowie nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1906 gebraut worden ist.

In 14 großen und 15 kleinen Bierzelten darf dann nach Herzenslust gepichelt werden. Leider verwechseln viele Besucher des Oktoberfests die Veranstaltung immer wieder mit einem gewaltigen Trinkgelage. Um den Volksfestcharakter des Oktoberfests zu erhalten, wurde im Jahr 2005 das Konzept der Ruhigen Wiesn entwickelt: Bis 18 Uhr wird auf dem Gelände nur ruhige Blasmusik in gedämpfter Lautstärke gespielt, erst in den Abendstunden werden Schlager und Popmusik gespielt.

Trend: Tracht

In den letzten Jahren konnte man in den Reihen der Oktoberfestbesucher immer häufiger in traditioneller Tracht gekleidete Besucher ausmachen, Dirndl und Lederhosen erobern sich also mittlerweile doch wieder ihren festen Platz auf den Wiesn. Zu einer waschechten Tracht gehören – selbstredend – die Lederhose, das Pfoad (Hemd) und die Loferl (Wadenstrümpfe). Bei der Hose sollten vor allem Geschmack und Geldbeutel entscheiden. Wenn Sie auf Qualität achten wollen, dann sollten Sie sich für eine Hose aus hochwertigem Hirsch- oder Wildbockleder anstelle von Schweinsleder entscheiden. Relativ neu ist das noch hochwertigere Rehleder als Material für Lederhosen, das besonders edel, dünn und strapazierfähig ist.

Eine „echte“ Lederhose darf natürlich nicht neu aussehen: Je speckiger und älter die Hose aussieht, umso besser. Bei einer neueren Hose erreicht man einen solchen Zustand nur durch exzessives Waschen und einfetten mit Melkfett. Wem das zu viel des guten ist, der kann nach einer Second-hand –Lederhose Ausschau halten. Dieses Jahr liegt die kurze Variante besonders im Trend – in der Hitze der überfüllten Festzelte auf dem Oktoberfest werden Sie sich über Ihre kurze Lederhose freuen.

Traditionell kombiniert man zur Lederhose ein weißes Leinenhemd, doch auch hier hatten und haben Designer ihre Finger im Spiel und so dürfen sich Vichy-Karo-Hemden der letzte Schrei in Sachen Trachtenhemd nennen. Der perfekte Trachtenlook wird abgerundet durch Manschettenknöpfe und eine Weste, die oft in farbenfrohem Rot oder Grün daherkommt. Für den Biergenuss unter freiem Himmel sollte die passende Herrenstrickjacke auch nicht fehlen. Wer seinem Outfit in diesen besonderen Tagen im Jahr noch den letzten Schliff verleihen will, der sollte seiner Lederhose mit einem, in jeder erdenklichen Farbkombination und bayuvarischem Muster gestaltbaren, Gürtel der „Drei Gürteltiere“ eine individuelle Note verleihen. Und damit auch unter der Lederhose das wahre Wiesn-Feeling aufkommt sollten Sie sich eine der limitierten Wies´n-Boxer von „Jockey“ aus 100% gekämmter Baumwolle sichern. Wir verlosen unter unseren Facebook-Fans 5 blaue Modelle in den Größen M und L.

Monster und Schönheitskönige 2011

Neben den zahlreichen Festzelten und Fahrgeschäften, die den Besuchern des Oktoberfests aus den vergangenen Jahren bereits bekannt sind, gibt es in diesem Jahr zwei neue Festzelte: „Tradition“ und „zur Schönheitskönigin“. Auf der normalen Wiesn kann man sich in diesem Jahr außerdem beim Fahrgeschäft „Rio Rapidos“ bespaßen lassen, wo man auf einer Stromschnelle raften kann. Wem raften zu langweilig ist, den erfreut vielleicht die Riesenschaukel „Monster“, bei der die Gondel bis zu 40 Meter nach oben schwingt und zum zweiten Mal wird auch in diesem Jahr die historische Wiesn zu besuchen sein. Der historische Teil des Oktoberfests, der eigentlich nur zum 200. Jubiläum gedacht war, beeindruckte das Publikum 2010 dermaßen, dass man das Konzept beibehalten will: Ein historisches Festzelt, ein Kulturzelt, tägliche Pferderennen und historische Karusselle waren schließlich ein großer Zuschauermagnet.

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Leserbriefe

4 Kommentare

Kerstin Ebner #

12. September 2011 // 10:21

Bin Facebook Fan und wollte gern bei dem tollen Gewinnspiel mitspielen. Hier auf der Homepage steht – seht doch bei FB nach, aber bei FB wird auf die Homepage verwiesen 😉
Also melde ich mich auf jeden Fall mal hier an, FB Fan bin ich ja ohnehin schon länger… LG

Antworten

Carmen Weinand #

12. September 2011 // 10:25

Superklasse, die Boxershorts :-)

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Andy #

12. September 2011 // 10:38

Die Boxershorts sind echt super. Stehen mir sicher sehr gut :)

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Denis Barthel #

12. September 2011 // 18:58

Zitat zur Wiesn von einer unbekannten Münchnerin: “Wo Mensch´n san – do menschld´s !” In diesem Sinne wünsche ich allen ein tolles Münchener Oktoberfest ! O’zapft is!

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