Durch Norwegen mit dem VW-Bus Teil 1

Norwegen, unendliche Weiten, keine Menschenseele, Wildnis und Natur pur. Es sollte der ultimative Roadtrip werden. Zwei Männer, Günther der alte VW Bus und vier Wochen Zeit ganz Norwegen zu erkunden. Gut dass Günther eine Matratze hat und man in Skandinavien auf Grund des Jedermannsrechts überall zwei Nächte verweilen darf.

Nicht umsonst hatte ich mir im Herbst diesen herrlichen VW T3 Bus gekauft. Doch bis zur Umsetzung des Planes sollten noch über sechs Monate ins Land ziehen. Mitte Juni war es dann soweit. Nachdem wir uns mit diversen Lebensmitteln und überlebensnotwendigen Gegenständen, wie zum Beispiel einem Klappspaten, eingedeckt hatten, brachen wir Richtung Norden auf. Von Fredrikshavn in Dänemark aus ging es dann mit der Fähre neun Stunden nach Oslo. Hierbei fährt man die letzten drei bis vier Stunden durch den herrlichen Olsofjord, bevor man endlich in Norwegens Hauptstadt anlegt.

Ankunft und eigentlicher Start

Oslo ist schön, aber teuer! Nicht ohne Grund gilt Oslo als die teuerste Stadt Europas. Zu sehen gibt es hier übrigens mehr als genug! Wenn er nicht gerade wieder geklaut ist, kann man in der Nationalgalerie unter anderem den „Schrei“ von Edvard Munch begutachten oder man besucht das Nobelgebäude, in dem jährlich der berühmte Nobelpreis verliehen wird. Direkt nebenan liegt die alte Festung, von der man über ganzen Hafen blicken kann. Nachdem wir uns einen Tag lang kulturell vollgetankt haben, geht es weiter an der Küste entlang durch malerische kleine Dörfer mit weißen oder roten Holzhäusern bis wir an einer netten Bucht unser Schlaflager aufschlagen.

Nächstes Ziel auf unserer Route ist der südlichste Punkt Norwegens, der Lindesnes Fyr, ein Leuchtturm. Als wir über die Kuppe fahren bietet sich uns ein imposanter Ausblick auf schroffe Felsen und einen Hügel auf dem ein Leuchtturm thront. Von hier aus hat man einen kaum in Worte zu fassenden Ausblick auf kleine Felsinseln, Klippen und das Meer im Licht der untergehenden Sonne. Bei einer Flasche Rotwein genießen wir den Ausblick, den Geruch des Meeres und die Geräusche der Naturgewalten. Allein dieser Ort ist die Reise wert. Übrigens bis zum Nordkap sind es 2518 km von hier.

Von hier führt uns unsere Reise über die Hafenstadt Stavanger zum berühmten Preikestolen. Eine 604 Meter hohe über dem Lysefjord gelegene Felskanzel. Nach teils beschwerlicher Wanderstrecke werden wir mit einem atemberaubenden Panorama belohnt. Von der ca. 25 Meter mal 25 Meter großen, natürlichen Plattform aus kann man fast den gesamten Fjord überblicken und wer mutig ist, hockt sich an die Kante und lässt die Füße über den Abgrund baumeln. Nach dem Abstieg machen wir uns auf den Weg nach Bergen vorbei an diversen Wasserfällen unter denen auch der höchste Wasserfall Norwegens der Vøringfossen mit 182 m und 175 m freiem Fall ist und herrlichen Landschaften.

Nordwärts, immer weiter nordwärts

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es jeden Tag mindestens einmal geregnet und das Klischee war somit voll bedient. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen konnten: Wir würden erst den Polarkreis überqueren müssen, damit es aufhören sollte zu regnen und wir jeden Tag Sonne und schönes Wetter haben würden.

Bergen ist die zweitgrößte Stadt Norwegens und berühmt für die alten Häuser „Brygge“ im Hafen, die Weltkulturerbe der Unesco sind. Außerdem ist Bergen bekannt für den Fischfang, wodurch auch wir uns einem Besuch auf dem hiesigen Fischmarkt nicht entziehen können. Hier probieren wir Lachs, Makrele und Wal und außerdem kosten wir noch Elch- und Rentierwurst. Aber auch diese Stadt lassen wir nach einem Tag hinter uns, um wieder den Weg in die Natur einzuschlagen und unserer Route Richtung Jotunheimen-Nationalpark zu folgen.

Wenn Sie wissen möchten wie es weitergeht, sollten Sie den zweiten Teil der Reise, der durch schneebedeckte Höhen führt und bei der wir Auge in Auge mit einer Naturgewalt stehen, nicht verpassen.

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