Kite Surfen – Wellenreiten mit Drachen

Das Kite Surfen, oder zu Deutsch Lenkdrachensegeln, hat sich seit den 1990er Jahren kontinuierlich zum absoluten Trendsport entwickelt, den laut Schätzungen von Experten und der Industrie zufolge heute weltweit eine halbe Millionen Menschen regelmäßig ausführen. Was das Besondere am Kite Surfen ist und wie die Idee, von einem Drachen gezogen übers Wasser zu segeln, zustande kam haben wir einmal näher untersucht.

Von der Idee zum Trendsport

Bereits in den 1820er Jahren wurden erste Experimente mit Lenkdrachen als Zugmittel verzeichnet, die damals jedoch noch dazu gedacht waren, das Zugtier Pferd zu ersetzen und beispielsweise Kutschen mit Hilfe von Windkraft zu bewegen. Allerdings setze sich die Idee damals noch nicht durch und so vergingen etwa 80 Jahre bis die Idee wieder aufgegriffen wurde und von Luftfahrtpionier Samuel Franklyn Cody der erste Man-liftig Kite erfunden wurde. Er verband seinen Drachen mit einem kleinen Segelboot und durchquerte 1903 damit den Ärmelkanal.

In den 70er Jahren entwickelte Kunststoffe wie Kevlar sorgten für den Siegeszug des Drachens als Transport- oder Zugmittel. Ende der 70er Jahre entwickelte der deutsche Dieter Strasilla ein Segelsystem, mit dem man sowohl auf dem Wasser, an Land und durch Schnee segeln konnte. Dazu wurden Skier, Snowboards oder Buggys verwendet. Aber auch die Idee des Kite Surfens war bereits auf den Weg gebracht. 1984 ließen sich die Brüder Bruno und Dominique Legaignoux die Idee eines aufblasbaren Lenkdrachens zum Kite Surfen patentieren. Von da an schritt die Entwicklung der Kite Surfing-Ausrüstung rasant voran und bis heute gibt es ständig Neuerungen und optimierte Ausrüstungen. Seit 2006 wurden auch mehr an die Sicherheit gedacht und alle folgenden Kitesysteme nach diesen Vorbildern entwickelt.

Trendsport Kite Surfing

Dass sich das Kite Surfen derart schnell etabliert hat, hängt vermutlich damit zusammen, dass es leichter zu erlernen ist als das Windsurfen und die Ausrüstung vergleichsweise günstiger ist. Dazu kommt, dass in keinem anderen Wassersport mehr Sprünge und Tricks realisierbar sind, was nicht nur den Spaßfaktor steigert, sondern auch den Ehrgeiz. Schließlich verspricht ein rasanter Flug durch die Höhe, abwechselnd mit schnellen Fahrten auf dem Wasser, mehr Aktion als das typische Windsurfen und degradiert das Windsurfing schon fast zur Riege des Altherrensports.

Wer zum Flysurfer werden möchte, sollte eine gewisse Fitness mitbringen, denn es hat nun wirklich gar nichts mit dem nachmittäglichen Drachen steigen lassen zu tun. Es können Geschwindigkeiten von über 100 km/h erreicht werden und auch die Umgebung mit Strommasten und Felsen oder sich plötzlich drehende Winde bergen ein großes Gefahrenpotential. Als Anfänger solltest du unbedingt einen Kurs bei Kite Surfprofis belegen, bevor du dich ins Wasser wagst. Wie du dich auf deine erste Kite Surfing Stunde vorbereitest, zum Beispiel keine schwere Mahlzeit vorher zu dir nehmen, sondern lieber etwas Energiereiches wie einen Davina Oat Snack, was du an Ausrüstung brauchst und wo du sie bekommst, und wo du Kursdaten findest verraten dir spezielle Kite Surfing –Seiten im Netz, wie beispielsweise Kitesurfing.net. Also dann, viel Spaß am Meer!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Leserbriefe

Ein Kommentar

Philipp #

29. Juli 2013 // 17:07

Hallo Zusammen,

Mir hat euer Artikel recht gut gefallen. Was mich jedoch ein wenig irritiert hat ist der Titel. „Wellenreiten mit Drachen“. Mann kann natürlich mit einem Kite auch Wellen abreiten, jedoch ist Wellenreiten an und für sich ein ganz anderer Sport. Darüberhinaus kommt es grade zwischen Kitern und Wellenreitern sowohl auf wie auch neben dem Wasser immer öfter zu Kabbeleien, da sich beide Lager die Wellen teilen müssen. Ich hätte es an dieser Stellen passender gefunden Kite Surfen mit Wakeboarden zu vergleichen. Den Zusammenhang kann ich da noch eher nachvollziehen. Aber wie gesagt ansonsten hat mir euer Artikel gefallen.

Beste Grüße und weiter so!

Philipp

Antworten

RSS-Feed zu diesem Beitrag