Festival-Sommer 2011

Festival-Sommer: Dieser Begriff ruft bei so manchen Festival-Anbetern in diesem Jahr sicher traurige und unverarbeitete Erinnerungen an überflutete Zelteingänge, sintflutartige Regenfälle, die den Auftritt der Lieblingsband begossen haben und matschige Wege, in denen die Gummistiefel steckenbleiben, hervor. Wer Glück mit dem Wetter hatte, durfte auch dieses Jahr wieder Zeuge eines einzigartigen Spektakels werden: Ausnahmezustand Festival. Egal ob man sich fürs Wacken Open Air, fürs Hurricane Festival, die Fusion oder Chiemsee Reggae entscheidet – alle Teilnehmer verbindet die Lust auf tagelange musikalische Genüsse vor Freiluftbühnen, die mit ganz viel Tanz, Sommerhimmel und meisten ziemlich viel Bier genossen werden. Wir verraten Ihnen, welche Festivals diesen Sommer noch auf Sie warten!

Rocken bis Indie Morgenstunden

Noch ist der Sommer lange nicht vorbei und Luftgitarren-Fetischisten kommen auf den Rock- und Indie-Festivals des Spätsommers auf ihre Kosten: Feiern und tanzen in wahrhaft familiärer Atmosphäre lässt es sich auf dem „Prima Leben und Stero“-Festival am Vöttinger Weiher in der Nähe von München. Mit einer kleinen Runde von rund 8.000 Besuchern lassen sich Stimmungsmacher wie Kaizers Orchestra, Beat!Beat!Beat!, die Kilians und Chikinki besonders gut feiern. Da chillen Bands und Musiker nach dem Gig auch mal mit im Helferbereich, Starallüren haben hier nichts zu suchen. Mit künstlerischem Anspruch kommt das „MS Dockville“ in Hamburg daher: Die kleinen Auszeiten, die der Festivalbesucher sich zwischen dem abendlichen Astra und coolen Acts wie Slagsmålsklubben und And you will know us by the Trail of dead gönnt, können gefüllt werden mit dem Bestaunen von Werken einer Vielzahl von Künstlern. Rockig wird’s auch auf dem „Highfield Festival“ am Strömthaler See bei Leipzig. Besonderes Schmankerl hier: die Foo Fighters. Und die darf man dann ganz entspannt mit Seeed und Dropkick Murphys ausklingen lassen.

Laune: elektrisch.

Eine bunt-bizarre Welt aus Elektro, Techno, Hardcore, House, Rave und Trance für Anfänger und Fortgeschrittene in Sachen elektronische Tanzmusik bietet „Nature One“, ein Festival, das 1995 mit 13.000 Besuchern anfing und mittlerweile die 60.000-Marke geknackt hat. 2011 darf die Tanzwut vom 5. Bis zum 7. August bei musikalischen Klängen von den Turntablerockern, Moguai, Sven Väth, Paul van Dyck und vielen mehr ausgelebt werden. Ein tolles Line Up dürfen Besucher des „SonneMondSterne“ in diesem Jahr erwarten: Die Chemical Brothers, Moby, Deichkind, Ellen Allien, Bonaparte, Fritz Kalkbrenner – sie und viele andere lassen die Erde vom 12. bis zum 14. August an der Bleihochtalsperre bei Saalburg in Thüringen beben. Beim „Summer Spirit“ ist der Name Programm und in Niedergörgsdorf in Brandenburg kann man sich vom 25. Bis zum 29. August rhythmisch zu den Klängen von Yell, Ira Atari, Northern Lite, Roland Casper, Mitte Kill und vielen anderen in den Spätsommer tragen lassen.

Von Metal bis Dark

Was wäre für eingefleischte Metall-Fans ein Sommer ohne das „Wacken Open-Air“? Alljährlich verwandelt sich das schleswig-holsteinische Wacken in ein Mekka für Freunde der Musik der härteren Gangart: Im Jahr 2010 nahmen 82.500 Menschen am Festival teil. Headliner für das Open Air 2011, das vom 4. Bis zum 6. August stattfindet, sind u.a Motörhead, Judas Priest, Kreator, Ozzy Osbourne, Apocalytica, Sepultura und Subway to Sally. Ziemlich metalmäßig bis rockig geht es auch auf beim „Rock im Betonwerk“ zu, was vom 11. Bis zum 13.8 im sächsischen Mittelbach stattfindet. Ein vielfältiges Programm von Hard Rock, Rock und Fuck Metal bis hin zu Trash Metal erwartet die angereisten Festivaljünger dort. Bands wie Exodus, Debauchery, Born from Pain, Through Devastation, Last Chance To Die, und Braincementery bringen das alte Betonwerksgelände zum beben.

Summer Time – Reggae-Time

Das rot-grün-gelbe Herz kann aufatmen: Auch dieses Jahr gibt es wieder Festivals, die sich ganz dem Erbe Bob Marleys verschrieben haben. Beim „Reggae Jam“ in Besenbrück lohnt schon allein die wunderschöne Location: Gejamt wird in einem Klostergarten neben dem Kloster in idyllischer Natur. Wenn es zu warm wird zwischen Headlinern wie The Heptones, Ranking Joe, Ken Boothe, Marcia Griffiths und Mono & Nikitaman, dann nimmt man eben ein kleines erfrischendes Bad im angrenzenden Fluss. Wie ein großes Volksfest ist das „Afrika-Karibik“-Festival in Aschaffenburg aufgezogen: Musik ist hier (fast) nur der Rahmen für ein viertägiges, buntes Spektakel aus Künstlern, kulinarischen Genüssen und Headlinern wie Patrice, Ohrbooten und Inner Circle. Last but not least: Der „Chiemsee Reggae Summer“, das mittlerweile mit etwa 30.000 Besuchern zum größten Reggae-Open-Air Europas herangewachsen ist. Dieses Jahr warten Ziggy Marley, Irie Révoltés und Jimmy Cliff darauf, auf der Bühne bejubelt zu werden.

Egal, auf welches Festival es Sie diesmal zieht – Gummistiefel und regendichte Kleidung einpacken. Je besser man auf sintflutartige Regenfälle vorbereitet ist, umso geringer ist doch die Wahrscheinlichkeit, dass es überhaupt regnet, sagt doch die Erfahrung. Und wenn Sie lieber zu Hause bleiben oder sogar selbst musikalisch werden möchten, suchen Sie sich einfach eine Anlaufstelle für Musikunterricht in Ihrer Stadt und werden Sie selbst aktiv. Wir wünschen Ihnen einen melodischen Open-Air-Sommer!

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