E-Bikes und Pedelecs – motorisiert entspannt radeln

Brummmmm…..rattert Opa Helmut auf seinem E-Bike um die Ecke, das Einkaufsnetz im Fahrradkorb und ganz entspannt die Gegend beobachtend, ohne eine Tretleistung vollbringen zu müssen – ein Bild, das seit spätestens 2008 Geschichte ist, denn E-Bikes sind seitdem auf der Überholspur und längst nicht mehr nur im Schneckentempo in der Fußgängerzone unterwegs. Erste Modelle erreichen mehr als 40 km/h. Da stehen Opa Helmuts Haare aber senkrecht im Wind.

E-Bikes und Pedelecs

Zunächst einmal eine kleine Begriffsklärung: Die Masse der Light Electric Vehicles (LEV) lässt sich einteilen in sogenannte E-Bikes, elektrisch betriebene Mofas und Pedelecs, Fahrräder mit Unterstützungsmotor. E-Bikes findet man heutzutage eigentlich zumeist nur noch im Baumarkt. Pedelecs (kurz für : Pedal Electric Cycle) sind sehr viel häufiger in Gebrauch. Beim E-Bike wird der elektronische Antrieb über einen Drehgriff geregelt

Bei den Pedelecs funktioniert der Zusatzantrieb durch den Motor nur, wenn der Fahrradfahrer in die Pedalen tritt. Durch eine elektrische Steuerung werden 20 bis 200 Prozent der Vortriebsenergie abgeliefert, die der Radler von sich aus erzeugt. Das Prinzip muss man sich vorstellen wie bei der Servolenkung am Auto: Bei einer durchgeführten Bewegung erleichtert ein unsichtbarer „Helfer“ die Arbeit.

Bei Modellen, die ohne Zulassung gefahren werden dürfen, schaltet sich der Motor ab, sobald das Gefährt 25 km/h erreicht. Bei Modellen der sogenannten offenen Klassen ist der Motor auch bei höheren Geschwindigkeiten mit maximal 250 Watt in Betrieb. Durch die Triebkraftverstärkung bei Pendelecs werden Distanzen für Alltagsradler möglich, die sonst nie denkbar gewesen wären. Endlich können Sie morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, ohne völlig verschwitzt dort anzukommen. Die Pedelecs arbeiten dynamisch: Je stärker der Fahrer in die Pedale tritt, umso größer ist die Motorleistung.

Nur mit Pappe

Abhängig von der Leistung und der Höchstgeschwindigkeit können sowohl E-Bikes als auch Pedelecs führerschein- und versicherungspflichtig sein. Hier ist ein Mofa-Führerschein bzw. ein alter Autoführerschein vonnöten. Der Vorteil: Die Mofa-Haftpflichtversicherung, für die man 50 Euro im Jahr zahlen muss, lässt sich so ganz einfach zu einer Kaskoversicherung mit Diebstahlschutz erweitern, wenn man noch 50 Euro draufzahlt. Bei einem Fahrzeugwert um die 2500 Euro ist diese Investition nicht nur sinnvoll, sondern auch äußerst günstig.

Das Herz des Pedelecs

Entscheidend für die Fahreigenschaften des Vehikels ist der Sitz des Motors. Ein Vorderradmotor kann das Lenken durch sein zusätzliches Gewicht beschweren. Dafür verwandelt er ein gewöhnliches Fahrrad schnell in ein E-Bike, da er schnell eingebaut ist. Außerdem sind alle Schaltungsvarianten, auch die Nabenschaltung möglich. Eine Vorderradbeschleunigung kann für einen eingefleischten Radfahrer anfangs jedoch recht gewöhnungsbedürftig sein.

Ganz anders der Mittelmotor: Er sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Gewichts und ist für seine besondere Dynamik und die Möglichkeit einer sportlichen Fahrweise bekannt.

Tipps für den Kauf

Fahrräder mit Elektromotor gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Ausführungen: als Klapprad, Trekkingbike oder als Cityflitzer. Ihr Elektro-Fahrrad sollte zu Ihnen passen. Wenn Sie gern rasant über  fiese Rampen brettern oder große Lasten zu transportieren haben, dann gehören Sie vielleicht zu den E-Bike-Typen. Die restlichen 90 Prozent sind jedoch Pedelecs.

Bei einem Fahrrad mit Elektromotor muss modernste und komplexe Technik auf wenig Raum untergebracht werden. Dies macht sich sowohl beim Gewicht als auch beim Preis der kleinen Technikwunder bemerkbar: Um die 2000 Euro muss man für ein hochwertigeres Modell schon einplanen. Das aufladen des Lithium-Ionen-Akkus kostet je nach Modell zwischen fünf und zehn Cent und je nach Fahrweise kommen Sie mit einer Akkuladung bis zu 80 km weit – wie beim Auto hängt der Verbrauch jedoch auch hier entscheidend vom Fahrstil ab. Nach etwa 500 bis 800 Ladezyklen ist ein neuer Akku fällig, der zwischen 250 und 400 Euro kostet.

Wenn Sie einige Modelle ausgewählt haben, die in Frage kommen, dann sollten Sie unbedingt eine längere Probefahrt mit jedem Modell machen, denn die Unterschiede der verschiedenen Modelle und Motortypen zeigen sich erst nach einigen Kilometern Fahrt. Nutzen Sie die Möglichkeit, ein E-Bike zu mieten, wie sie viele Händler anbieten.

Trend Pedelec

Es rattert zunehmend auf deutschen Fahrradwegen: Für viele Menschen wird Fahrradfahren in ländlichen Gegenden durch die Motorhilfe noch attraktiver und innerhalb der Stadt ist ein motorbetriebenes Fahrrad nun eine wirkliche und vor allem umweltfreundliche Alternative zum Auto, wenn die Fahrtwege etwas länger werden.

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