Die Tücken sozialer Netzwerke

Eines ist ziemlich sicher, jeder unserer Leser ist mit sehr hoher Wahrscheinlich in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet. Und mal ehrlich, ohne kommt man doch kaum noch aus. Da werden selbst am Wochenende oder spät nachts nochmal schnell die News und Beiträge entfernter Bekannter gecheckt, denn die Neugier triumphiert mal wieder über die Vernunft. Doch so sozial sind diese Netzwerke gar nicht, im Gegenteil. Welche Tücken lauern, haben wir hier mal zusammengefasst.

Vernetzt euch

Der Grundgedanke sozialer Netzwerke ist ja tatsächlich löblich, denn sie sollen Freundschaften fördern, festigen und ihr Fortbestehen sichern. Keine schlechte Idee, die Leute aus dem Auslandssemester, alte Schulkameraden und selbst die entfernten Verwandten einmal im Monat anzurufen wäre auch eine Möglichkeit, aber stets und ständig zu sehen was sie tun und wo sich aufhalten, mit der Möglichkeit ihre Bilder und Statusmeldungen mit witzigen Sprüchen zu versehen ist aber auch viel verlockender, als der langweilige Austausch von E-Mails oder der eben der pflichtmäßige Anruf. So weit so gut. Auch beruflich können soziale Netzwerke große Vorteile bieten. Businesskontakte bleiben in locker-freundschaftlicher Verbindung, ich kann mit meinem favorisierten Arbeitgeber unverkrampft via Postings kommunizieren und kann mich im besten Licht auf meinem Profil präsentieren. Doch genau diese Vorteile sind bereits seit Jahren zu großen Nachteilen geworden.

Privatsphäre?

Soziale Netzwerke, seien Sie nun eher im Business- oder im Entertainmentbereich angesiedelt, bieten auch heute noch viele Vorteile. Doch der User muss sich und seine Privatsphäre mehr und mehr schützen. Wir kennen es von uns selbst, die Neugier lässt uns neben den neuesten Produkt- und Promi News auch immer mal wieder Profile Bekannter checken, um sich auf den neuesten Stand zu bringen. Aha, Urlaub auf Mallorca…Oh auf dieser Party wohl etwas zu tief ins Glas geschaut…ach schau, es sind Zwillinge…So oder so ähnlich surft man sich fröhlich durch das Privatleben mehr oder weniger fremder Leute. Dass auf diese Idee auch Personaler kommen war nicht mal überraschend. Und so kam es, dass es erste Kündigungen aufgrund von unangebrachten Bildern oder Statusmeldungen im Netz kam. Doch genau diese Eigendarstellung lässt sich ganz gut steuern. Was tückischer ist, sind die verschiedenen Anwendungen und Apps, die die meisten Netzwerke zunehmend anbieten, um entweder gegen Langeweile anzukämpfen oder die Datenflut besser koordinieren zu können. Diese Anwendungen verlangen nämlich Zugriff auf sensible Daten und die meisten User klicken, ohne groß die Berechtigungsklauseln zu lesen, vertrauensvoll auf „zustimmen“.

Durch diese Berechtigung kann auf Adressbuchdaten, eigene Angaben und weitere sensible Daten zugegriffen werden, ohne dass der User etwas davon merkt. Die Daten werden beispielsweise für gezielte Werbeplatzierungen genutzt oder einfach weitergegeben, aber auch die Rechte an hochgeladenen Bildern und Texten werden laut AGB, die wahrscheinlich niemand im Vorfeld gelesen hat, einfach an die Betreiber des Netzwerks übertragen. Ist das rechtlich überhaupt gestattet? Nicht wirklich, aber leider ist es so: Bis der Missbrauch der Daten überhaupt bemerkt wird, ist es bereits zu spät. Auch das Nachvollziehen der Straftat, beziehungsweise das Auffinden des Übeltäters gestaltet sich als leider fast unmöglich. Deshalb: Überlegt euch ganz genau wem ihr gestattet auf eure Daten zugreifen zu können, stellt die höchstmöglichen Privatsphäre-Einstellungen ein, damit nicht jeder sofort sieht wie ihr ausseht, was ihr macht und womöglich noch wann ihr nicht da seid, damit die Wohnung in Ruhe ausgeraubt werden kann. Wir müssen neben der ganzen Normalität sich in sozialen Netzwerken zu bewegen immer noch ganz genau aufpassen was wir von uns preisgeben und vor allem wem. Was meint ihr? Fühlt ihr euch in sozialen Netzwerken sicher und vor allem, achtet ihr auf eure Privatsphäre? Wir sind gespannt auf eure Meinungen zu diesem Thema!

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