Die Olympischen Spiele – Mehr als eine Sportveranstaltung

Bei den Olympischen Spielen wie wir sie heute kennen messen sich Sportler verschiedener Nationen in sportlichen Wettkämpfen und verhelfen sich und ihrem Herkunftsland damit zu Ruhm und Ehre. An diesem Grundkonzept der Olympischen Spiele hat sich seit der Antike nicht viel verändert, damals wie heute gab es aber auch Gerüchte um Korruption und Betrug.

Die Anfänge

Die Ursprünge der Olympischen Spiele liegen vermutlich in der Zeit um 2000 v.Chr. Bereits damals fanden die Wettkämpfe in einem Rhythmus von vier Jahren statt, woher auch die Bezeichnung Olympiade stammt, die ein Zeitmaß im antiken Griechenland darstellte und nicht etwa Synonym für die Olympischen Spiele ist. Die damaligen Wettkämpfe waren jedoch nicht nur von sportlicher Natur, auch musisch wurde sich gemessen. Die Veranstaltung diente hauptsächlich einem religiösen Zweck und fand zu Ehren des Göttervaters Zeus statt. In dessen Tempel schworen die Athleten, sich an die Spielregeln zu halten, doch damaligen Schriftstellern wie Pausanias zufolge gab es bereits damals Skandale um Korruption und Bestechung. Wurde man erwischt hatte man Strafgelder für eine festgelegte Anzahl lebensgroßer Zeusstatuen aus Bronze zu zahlen. Die Statuen wurden als Warnung an den Eingang des Stadions gestellt und zählten in knapp 50 Jahren immerhin 17 Stück.

Die Neuauflage

Im Jahre 1894 wurden die heutigen Olympischen Spiele in Anlehnung an die antiken Festspiele in Olympia wieder aufgenommen und fortan durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) betreut. Es beansprucht alle Rechte an olympischen Symbolen, Flaggen, Hymne, etc. und bestimmt außerdem die Austragungsorte der Olympischen Sommerspiele und der 1924 gegründeten Winterspiele. In den 1980er Jahren kam Kritik auf, die das IOC als intransparent, korrupt und veraltet bezeichnete. 1998 wurde bekannt, dass mehrere IOC-Mitglieder bestochen worden waren, die daraufhin zurücktraten oder ausgeschlossen wurden. Die Dokumentation „Buying the games“ vom britischen Fernsehsender BBC deckte auf, dass es auch heute noch bestechliche IOC-Mitglieder bei der Vergabe des Austragungsortes gibt. Auch die Vermarktung der olympischen Symbole wird kritisiert, so gab es 1996 und 2000 eine regelrechte Übervermarktung, die das Sportevent nicht mehr von anderen kommerziellen Veranstaltungen unterschied. Nichts desto trotz reißen sich die Austragungsorte weiterhin um die Ausrichtung der Olympischen Spiele, schließlich ist es ein lukratives Geschäft, bei dem sich das Land der Welt als perfekter Gastgeber präsentieren kann.

In diesem Jahr finden die Olympischen Sommerspiele in London statt. Als erste Stadt trägt London damit die Olympischen Sommerspiele nun schon zum dritten Mal aus und wir sind gespannt, was uns dort erwartet. Die erste Nachricht, die bereits verwunderte war der Lauf des Olympischen Feuers. Insgesamt wird es 8000 Meilen zurücklegen, jedoch nicht wie sonst um die halbe Welt, sondern in diesem Jahr ausschließlich im Gastgeberland Großbritannien. Auch in der Daily Soap „East Enders“ wird die Fackel Stopp machen – ob dies noch viel mit dem olympischen Gedanken und den Idealen zu tun hat bleibt dabei fraglich.

In den nächsten Tagen werden wir uns mit den modischen Ausstattern der einzelnen Länderteams auseinander setzen, denn auch hier herrscht ein erbitterter Kampf um den ersten Platz der sportlichsten Modetrends.

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