Der Tag der Herren

Die Bedeutung des Herrentags ist, genau wie sein Datum und die Feierlichkeiten, in Deutschland regionalen Unterschieden unterworfen. Als offizieller Feiertag hat der Vatertag, der auch Herrentag genannt wird, seinen Ursprung in den USA: Die Einführung eines Tages zu Ehren der Väter ist auf die Amerikanerin Sonora Smart Dodd (1882-1978) zurückzuführen, deren Vater im Konzessionskrieg gekämpft hatte. Im Jahr 1910 rief sie eine Bewegung zur Ehrung aller Väter ins Leben.

Calvin Coolidge, der 30. Präsident der Vereinigten Staaten, gab schließlich 1924 eine Empfehlung für die Einführung eines besonderen Feiertags an die einzelnen Staaten der USA heraus. 1977 erhob Richard Nixon den Tag schließlich in den Rang eines offiziellen Feiertags: Festgelegt wurde jeder 3. Sonntag im Juni.

Feucht-fröhliche Gesellschaften

In Deutschland wird der Herren- oder Vatertag seit 1936 an Christi Himmelfahrt gefeiert, dem 40. Tag nach Ostern. Die heutige Form der Feierlichkeiten ist dabei Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin und dem Berliner Umland aufgekommen. Vor allem in Nord- und Ostdeutschland finden am Vatertag sogenannte Herrenpartien statt. Dabei machen ausschließlich männliche Teilnehmer eine ausgedehnte Tour – zu Fuß, per Fahrrad oder mit einem von Pferden gezogenen Wagen, der Kremser. Die Gefährte sind oft mit Flieder und Birkenzweigen geschmückt und nicht selten wird aus dem Ausflug ein feucht-fröhliches Vergnügen. Bei Wanderungen und Ausflügen zu Fuß haben die Herren der Schöpfung oft Bollerwagen und Schubkarren dabei, um ja keine Versorgungsengpässe beim Bier aufkommen zu lassen.

Auch der Vater will beschenkt sein

Am Muttertag ist es den Kindern vorbehalten, dem geliebten Muttertier mit einem Strauß Blumen oder einer Schachtel Pralinen einen Liebesbeweis zu machen. Am Vatertag hat es sich eingebürgert, dass kleine, oft spaßige Geschenke auch von Freunden und Familienmitgliedern überreicht werden dürfen. Wer alljährlich ins große Grübeln verfällt, was es diesmal neben Socken, aufblasbarem Bierkrug, Pokerset und Modell-Hubschrauber als kleine Aufmerksamkeit sein könnte, der wird mit Geschenken, auf denen ein persönliches Foto abgedruckt ist, sicher einen bleibenden Eindruck hinterlassen! Am Vatertag lässt es sich zum Beispiel besonders gut mit einem Bierkrug anstoßen, den ein Foto vom besten Vater überhaupt verziert! Doch es muss ja auch nicht immer Bier sein – im Büro ist man mit einem heißen Kaffee oft besser dran – am besten schmeckt dieser aus einem Thermobecher mit einem Schnappschuss der Familie. Ganz im Einklang mit des Herren Hobby Nummer eins, dem Computer, ist ein Mousepad, das mit einem persönlichen Foto bedruckt ist.

Letztere Geschenke sind auch besonders bezeichnend, wenn beispielsweise Vorher/Nachher-Fotos von der letzten Vatertagssause verwendet werden. Dies könnte Mann dann entweder motivieren oder etwas verantwortungsvoller mit diesem Tag umgehen lassen.

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