Let me In

Mit der Verfilmung des gefeierten Jugendromans „So finster die Nacht“ von John Ajvide Lindqvist hat es Regisseur Matt Reeves mit „Let me In“ geschafft, eine Vampir-Liebesstory ganz ohne Kitsch und Klischees und ganz ohne Popstar-ähnliche Filmhelden zu schaffen. Anders als die gerade hoch umjubelten Twilight-Teeniefilme, schaffte es das Remake des gleichnamigen schwedischen Kultfilms von Tomas Alfredson aus dem Jahr 2008 internationalen Ruhm, wie den des Toronto International Filmfestivals einzufahren. Eine große Rolle spielten dabei sicher auch die herausragenden Hauptdarsteller.

Owen und Abby

1983 Los Alamos, New Mexico: Der zwölfjährige schmächtige Owen (Kodi Smit-McPhee) ist ein Außenseiter in der Schule, täglich verspottet und gequält von seinen Mitschülern. Auch sein Leben nach der Schule könnte kaum deprimierender sein. Seine Eltern sind geschieden, seinen Vater hört Owen nur noch am Telefon und auch da hat er kaum Zeit für den sensiblen Jungen. Owens Mutter, die streng gläubig ist, trinkt um ihren Kummer und ihre Lebensumstände in diesem trostlosen Wohnblock, in dem sie mit ihrem Sohn lebt, zu vergessen. Owens einzige Beschäftigung ist sein Teleskop, mit dem er in die Fenster seiner Nachbarn schaut, seine Süßigkeiten und seine Tagträume, in denen er sich an seinem Schulfeind Kenny rächt. Bis ein seltsames junges Mädchen in seinen Block zieht.

Abby (Chloe Moretz) ist anders als andere Mädchen in ihrem Alter. Sie läuft barfuß durch den Schnee und scheint dabei nicht einmal zu frieren. Sie besucht nicht die Schule, ist nur nach Sonnenuntergang anzutreffen und ist auch sonst nicht besonders gesprächig. Dennoch freunden sich die beiden an. Owen verliebt sich in das hübsche Mädchen, das stets etwas Geheimnisvolles umgibt. Grausame Mordfälle in Owens nächster Umgebung und verstörende Erlebnisse mit Abby lassen jedoch bald einen schrecklichen Verdacht in ihm aufkeimen.

Der Film

Der Film, der übrigens am 15. Dezember in die deutschen Kinos kommt, wird nicht ohne Grund als kleines Meisterwerk gefeiert. Die beiden Hauptdarsteller spielen ihre Rollen derartig überzeugend und eindringlich, dass die Story des Verliebens, Erwachsenwerdens und des Blutdurstes trotz der Fiktion nicht verklärt, kitschig oder comicartig erscheint. Die Vampirstory ist weder blutrünstige Horrorvision, noch sexy Mainstreamballade, sondern ein Bestandteil der Story, der die Protagonisten vor schmerzvolle Entscheidungen stellt und abbildet wie weit jemand bereit ist, für die Liebe zu gehen. Mit der Musik von Oscar-, Grammy- und Emmygewinner Michael Giacchino ist „Let me In“ ein sehenswerter Film, der mal wieder etwas Abwechslung in das übliche Kinoprogramm bringt.

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Leserbriefe

Ein Kommentar

Wilfried Ritz #

13. Dezember 2011 // 12:52

Es muß einmal mit der Fehleinschätzung aufgeräumt das So finster die Nacht ein Jugendroman ist.
Das ist er definitiv nicht. Der Film ist schon ab 16 und enthält nicht die gruseligsten Szenen aus dem Buch.
Also wenn mal wieder geguttenplagt wird, dann bitte vorher recherieren ob dann was man abschreibt auch stimmt.
Mein ein Fan von http://www.So-finster-die-Nacht.de

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