Frank O. Gehry seit 1997 – Eine Ausstellung in Bildern und Modellen

Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein stellt noch bis zum 13. März 2011 die Werke von Star-Architekt Frank Owen Gehry aus.

Die Ausstellung zeigt insgesamt zwölf der wichtigsten Projekte des Kanadiers seit 1997, die unter anderem auch die ersten, von ihm in Europa verwirklichten Gebäude zeigt. Die Besucher haben die Möglichkeit sich großformatige Studien- und Wettbewerbsmodelle, Originalzeichnungen und eine Vielzahl von Entwicklungsmodellen des Architekten anzusehen. Dabei werden die Projekte nicht nur als reine Bauwerke abgebildet, sondern auch im Dialog mit ihrer städtischen Umwelt verstanden.

Vor Ort gezeigte Filme vermitteln Informationen über technische Lösungen während der einzelnen Phasen des künstlerischen Bauprozesses und werden durch einen Katalog, der sämtliche Werke von Gehry und Gehry Partners zeigt, abgerundet. Ein Großteil der Abbildungen in diesem Katalog, darunter Handzeichnungen, 3-dimensionale Entwürfe, Arbeiten des Büros sowie Fotografien der Bauten, wurde noch nie gezeigt.

Wo alles begann

Der zeitliche Ausgangspunkt der Eröffnung ist das Guggenheim Museum in Bilbao, im Jahr 1997. Die eigenwillige Gebäudeform wurde zum Teil kritisiert, da sie mit den Kunstwerken konkurriere. Andere Meinungen besagen, dass das Museum selbst ein Kunstwerk darstellt. Das Guggenheim Museum bedeutete im Gesamtwerk Gehrys einen Wendepunkt, der ihn nach fast 40jähriger Karriere in die Riege der Star-Architekten erhob.

Internationale Projekte

Ein weiterer Höhepunkt seiner Arbeit ist die Walt Disney Concert Hall (1987-2003) in Los Angeles, die einen Konzertsaal für mehr als 2000 Besucher bietet und somit einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Innenstadt leistet.

Ebenfalls als Konzertgebäude geplant war der Jay Pritzker Pavilion (1999-2004) in Chicago, der in einem städtischen Park gelegen ist. Seine Bühne ist mit fließenden, silbernen Bändern eingefasst und die davor liegende Besucherwiese wird filigran von einer flachen, offenen Kuppel aus Stahlrohr überspannt.

Neben Kultur- und Konzertbauten zeigt die Ausstellung auch Verwaltungs- und Wohngebäude des Pritzkerpreis-Trägers (1989) und seines Büros „Gehry Partners“. So wurde in New York ein Bürogebäude für Interactive Corporation verwirklicht (2003-2007), das mit seinen Keramikpartikeln tagsüber undurchsichtig und trüb erscheint, aber nachts durch Beleuchtung erstrahlt.

Mit dem Projekt Beekman Tower (seit 2003) entsteht in New York derzeit ein neues imposantes Gebäude nach den Plänen von Gehry Partners. Der „Turm“ wird eine Höhe von 265 Metern erreichen und wird damit das höchste Wohngebäude der amerikanischen Metropole werden.

Auch zwei in Deutschland realisierte Bauten werden auf der Ausstellung gezeigt: Zum Einen der Neue Zollhof in Düsseldorf (1994-1999), der einen entscheidenden Schritt zur Aufwertung des Düsseldorfer Hafens bedeutete. Zum Anderen das DZ Bankgebäude (1995-2001) in der Nähe des Brandenburger Tors. Das Bankgebäude ist von außen durch eine strenge Fassade geprägt, die sich an den umliegenden Gebäuden orientiert. Innen hingegen überrascht ein mit Glas überdachtes Atrium sowie ein Konferenzsaal, der von einer glänzenden Metallhülle umgeben ist.

Dies sind nur einige der Projekte, die das Vitra Design Museum in der Frank O. Gehry seit 1997-Ausstellung zeigt.

Noch bis zum 13. März 2011 können Sie sich täglich von 10-18 Uhr ein Bild von den beeindruckenden Arbeiten des kanadischen Star-Architekten machen. An den Wochenenden finden regelmäßig öffentliche Führungen und jeden 2. Sonntag im Monat sogar Führungen für Kinder statt.

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