Highlights der Berlinale 2012

Vom 9. Bis zum 22. Februar heißt es wieder aufgepasst in der deutschen Hauptstadt, damit man nicht auf dem roten Teppich ausrutscht, der sich gefühlt durch die halbe Stadt schlängelt und die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin ankündigt – 20.000 Fachbesucher aus 120 Ländern machen sich eben auch in einer Metropole wie Berlin bemerkbar. Von sich reden macht in diesem Jahr sicher vor allem Angelina Jolie mit ihrem Regiedebüt, einem Drama über den bosnischen Bürgerkrieg. Meryl Streep erhält außerdem den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk und Deutschland gibt sich die Ehre mit gleich drei Regisseuren, die ihre neuen Filme präsentieren.

Film ab!

Bereits das 62. Mal öffnen sich die Tore Berlins, um den Blick freizugeben auf die Kinoleinwand, auf der sich nationale und internationale Größen neben Nachwuchstalenten und Jungregisseuren präsentieren. Bei dem bedeutenden Event innerhalb der internationalen Filmindustrie zeigt Berlin im öffentlichen Programm wie jedes Jahr um die 400 Filme und dabei überwiegend Europa- und Weltpremieren, die von einer internationalen Jury mit dem Goldenen und Silbernen Bären ausgezeichnet werden.
In den verschiedenen Festivalsektionen werden wie jedes Jahr Filme aller möglichen Genres und Formate vorgestellt: das fängt an beim großen, internationalen Kino (Sektion Wettbewerb) und geht über Independent- und Arthouse-Filme (Sektion Panorama), junges Publikum (Sektion Generation), Neuentdeckungen und vielversprechende Talente (Sektion Perspektive deutsches Kino), Avantgarde, Experimente und unbekannte Kinematografen (Sektion Forum) und die Erkundung filmischer Möglichkeiten (Sektion Berlinale Shorts). Das Amt des Jury-Präsidenten übernimmt in diesem Jahr der britische Filmregisseur Mike Leigh.

Highlights 2012

Gleich drei deutsche Regisseure sind mit ihren neuen Filmen auf der Berlinale vertreten: Hans-Christian Schmid, bekannt durch „Lichter“ ist bereits das 4. Mal im Wettbewerb vertreten und präsentiert „Was bleibt“ mit Corinna Harfouch und Lars Eidinger. Daneben präsentiert Christian Petzold („Yella“) seinen Film „Barbara“ mit Nina Hoss und Ronald Zehrfeld. Der Regisseur ist das dritte Mal auf der Berlinale vertreten. Für Matthias Glasner („Der freie Wille“) ist es erst das zweite Mal: hier darf man gespannt sein auf den Film „Gnade“.

Neben den deutschen Filmemachern buhlen sieben weitere Konkurrenten um den Goldenen Bären: Mit dabei sind Schauspieler und Regisseur Billy Bob Thornton, der die russisch-amerikanische Koproduktion „Jane Mansfield’s Car“ mit John Hurt und Kevin Bacon zeigt; außerdem die Italiener Paolo und Vittorio Taviani, der Ungar Benedikt Fliegauf, der Franzose Alain Gomis, der Grieche Spiros Stathoulopoulos sowie der Portugiese Miguel Gomes, die ihre neuen Filme zeigen. Die einzige Frau im Wettbewerb ist die Schweizerin Ursula Meier, die ihren Film „L’enfant d’en haut“ zeigen wird.

Für Diskussionsstoff sorgt bereits jetzt das Regiedebut von Angelina Jolie: Im Rahmen des Auftaktwochenendes wird die Amerikanerin im neuen Kino „Haus der Berliner Filmfestspiele“ ihr umstrittenes Regiedebüt „In the Land of Blood and Honey“, ein Drama über den bosnischen Bürgerkrieg vorstellen. Als Wettbewerbsfilme laufen in diesem Jahr „Captive“ von Brillante Mendoza mit Isabelle Huppert, „Postcards From The Zoo“ des indonesischen Regisseurs Edwin sowie „Dictado“ des Spaniers Antonio Chavarrías. Außer Konkurrenz werden Stephan Daldrys Romanverfilmung „Extremly loud and incredibly close“ mit Tom Hanks sowie „The Flowers Of War“ des chinesischen Regisseurs Zhang Yimou über das Massaker in Nanking gezeigt. Eröffnungsfilm wird das französische Revolutionsdrama „Les Adieux à la Reine“ sein.

Goldener Ehrenbär

Meryl Streep, die als eine der besten Schauspielerinnen weltweit gilt, erhält den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Die begehrte Trophäe wird der 62jährigen amerikanischen Schauspielerin am 14. Februar anlässlich der Vorstellung ihres jüngsten Kinofilms „Die eiserne Lady“ überreicht.

Der Vorverkauf für die Berlinale beginnt heute um 12 Uhr an den zentralen Vorverkaufsstellen am Potsdamer Platz, im Kino International und im Haus der Berliner Festspiele. Der Verkauf ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Wenn Sie keine Karten ergattern, aber dennoch einen Blick auf die Filmgrößen der Welt werfen möchten, halten Sie Winterjacke und Smartphone bereit. Denn mit der Berlinale App verpassen Sie garantiert keinen Star mehr auf dem roten Teppich.

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