Tattoo Krause

„Eine Metallmaschine. 15 Nadeln. 2000 Stöße pro Minute. Noch Fragen?“

Er ist Deutschlands wohl bekanntester Tätowierer und hat dem Handwerk durch seine Medienpräsenz zu gesellschaftlicher Akzeptanz und Ruhm verholfen. Buchstäblich bekannt wie ein bunter Hund, ziehen seine Studios und seine Arbeiten tausende Touristen, Tattoofans und Prominente an, deren Geschichten er jetzt in einem Buch erzählt.

Auf ein Wort

Anlässlich seines Buches „Tattoo Krause“, das ab heute beim Droemer-Verlag erhältlich ist, hat das Herrenblatt dem Kult-Tätowierer in seinem Classic Tattoo Studio in der Torstraße in Berlin einen Besuch abgestattet. Wir wollten von Daniel Krause wissen wie er auf die Idee kam, ein Buch zu schreiben und was er darin zu erzählen hat. Durch seine Reisen in ferne Länder, seine Medienpräsenz und nicht zuletzt durch seine Vergangenheit und jetzige Arbeit hat er viel gesehen und vieles erlebt und oft von anderen gehört, er solle doch ein Buch darüber schreiben. Und so kam es dann auch – was die Leute interessierte war jedoch nicht sein Anspruch und sein Anliegen das Handwerk Tätowieren als Beruf anzuerkennen oder zumindest gewisse Auflagen einzuführen, um schwarzen Schafen in der Branche das Handwerk zu legen. Was die Leute erfahren wollten war seine zweite Herzensangelegenheit – die Geschichten und Schicksale seiner Kunden. Also stellte er sie vor, die vielen unterschiedlichen Beweggründe für ein Tattoo und die Leben, die dahinter stehen. „Es ist nicht nur wichtig das Handwerk zu beherrschen und das künstlerische Talent mitzubringen, sondern du musst dich auf deinen Kunden einlassen, ihm zuhören und sensibel mit seinen Wünschen und Anliegen umgehen.“, sagt er uns. Diese Eigenschaft versucht er auch seinen Mitarbeitern mit auf den Weg zu geben, denn ein Tattoo ist nicht nur eine Dienstleistung, sondern kann Körperschmuck, ein Symbol für Zugehörigkeit oder auch ein Andenken an Erlebtes oder geliebte Menschen sein.

Zur Person

Wir haben Daniel Krause auch gefragt wie er zu seinem Beruf kam, was ihn so besonders macht und ob er neben seinen Fernsehauftritten, öffentlichen Live-Tätowierungen und vielen Reisen überhaupt noch Zeit dafür hat. Er liebe die Arbeit in den Medien, die Reisen und Projekte, die er verwirklichen kann ebenso so sehr wie das Tätowieren, berichtet er uns. Doch natürlich lassen die vielen Projekte auch nur wenig Zeit noch regelmäßig in seinem Studio zu arbeiten, deshalb kann er zur Zeit nur noch seine Stammkunden empfangen und übergibt neue Kunden mit gutem Gewissen an seine talentierten Kollegen. Er ist es auch, der oft sogar dazu rät, seine Kollegen aufzusuchen, da sich nun einmal jeder Tätowierer auf spezielle Motive spezialisiert hat und daher der richtige Tätowierer für das perfekte Tattoo meist erst nach einem persönlichen Beratungsgespräch gefunden ist. Er erzählt uns auch, dass ein guter Tätowierer immer am Ball bleiben muss, was das Tätowieren angehe. Die vibrierende Maschine ruhig in der Hand zu halten und damit auch noch sauber zu zeichnen sei eine Übungssache, die nach einer längeren Tätowierpause schnell zu schmerzenden Gelenken führen kann. Und schließlich wechseln auch die gerade angesagten Motive ständig und daher muss ein Tätowierer genau wie ein Designer immer am Puls der Zeit sein. Er selbst tätowiert aktiv seit etwa 11 Jahren und hat es in kurzer Zeit geschafft das Handwerk ins öffentliche Interesse zu holen. Krause führt selbst insgesamt vier Geschäfte.

Weitere Pläne

Neben seinen bisherigen Projekten plant Daniel Krause im nächsten Jahr eine Weltreise, bei der er alte Bekannte aus der Branche besucht und über das Tätowieren berichtet. Als nächster Termin steht nun erst einmal die Frankfurter Buchmesse an, bei der er am 16. Oktober auf dem Droemer-Stand live tätowieren wird. Wir sind gespannt auf die Geschichten seiner Kunden und auf seine neuen Erlebnisse, die mit Sicherheit ein weiteres Buch füllen werden.

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