Karl Lagerfeld – Zwischen Mode und Fotografie

Er ist einer der bedeutendsten Modemacher unserer Zeit und stellt eine Leitfigur in der internationalen Mode- und Designerszene dar. Karl Lagerfeld entwirft jedoch nicht nur elegante Kleidung, sondern konnte sich auch als Parfum-Kreateur, Filmemacher und vor allem als Fotograf einen Namen machen.

Biografie

Karl Lagerfeld wurde am 10. September 1938 in Hamburg geboren und wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater Otto Lagerfeld war ein erfolgreicher Dosenmilch-Fabrikant und Inhaber der Glücksklee-Milch-GmbH.

Nachdem Karl Lagerfeld im Jahr 1953 vorzeitig die Schule abbrach, ging er mit seiner Mutter Elisabeth im Alter von 14 Jahren nach Paris und besuchte dort zunächst eine Privatschule sowie das Lycee Montaigne.

Seine berufliche Karriere startete er 1954, nur ein Jahr später, indem er beim internationalen Wollsekretariat für einen Mantelentwurf mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Seine erste Anstellung erhielt er beim französischen Designer Pierre Balmain, in dessen Atelier er auch seine Schneiderlehre absolvierte. Im Jahr 1958 begann sich Karl Lagerfeld als freischaffender Designer in Paris zu behaupten.

Gleichzeitig war Karl Lagerfeld zwischen 1958 und 1963 künstlerischer Direktor bei Jean Patou, einem erfolgreichen französischen Modemacher. Anschließend wechselte er zu Chloé. Zeitgleich entwarf er zahlreiche Pelzmodelle für Fendi und war für die Marke Coco Chanel tätig. Diese Aufträge bescherten ihm auch die erste internationale Anerkennung.

Im Jahr 1974 gründete Lagerfeld in Deutschland sein erstes selbstständiges Modelabel unter dem Namen „Karl Lagerfeld Impression“ und arbeitete noch bis 1982 als freier Modedesigner für diverse Häuser. Zwei Jahre später folgten erste Prêt-à-Porter-Kollektionen für Chanel und die Eröffnung seines ersten Modehauses an der Champs-Elysées in Paris. Noch im gleichen Jahr, 1984 wurde er Chefdesigner bei Chanel und interpretiert seitdem den Chanel-Stil in immer wieder wechselnden Varianten neu.

Die Fotografie als Leidenschaft

Vor knapp 25 Jahren entdeckte Karl Lagerfeld die Fotografie für sich. 1996 verlieh ihm die deutsche Gesellschaft für Fotografie sogar den Kulturpreis.

Dieses Jahr fotografierte Lagerfeld erstmals Modelle für den Pirelli-Kalender 2011. Der Kalender des italienischen Reifenherstellers hat mittlerweile Kunst-Status erreicht und ist, zum Leidwesen vieler Herren unverkäuflich. Er wird, wie bereits seine 37 Vorgänger-Ausgaben nur an Geschäftskunden und an Freunde des Hauses Pirelli verteilt.

Bei der Umsetzung des Kalenders hat sich Lagerfeld für das Thema Mythologie der Antike entschieden und die insgesamt 20 Models sowie die Schauspielerin Julianne Moore leicht bekleidet als Helden oder Götter der Antike abgebildet.

Seine Idee für den Kalender beschreibt Lagerfeld so: „Ich bin Polytheist, ich bevorzuge diese Mythologie ohne Hölle, ohne Sünde, ohne Vergebung.“

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Leserbriefe

Ein Kommentar

[…] wechselnde Künstler und Fotografen wie zum Beispiel Sarah Moon, Richard Avedon oder jüngst Karl Lagerfeld interpretieren ihr Bild von Schönheit, Natur und Weiblichkeit in zwölf atemberaubenden […]

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