James Dean – Live fast and die young

In diesem Jahr wäre die jung verstorbene Filmlegende James Dean 80 Jahre alt geworden. Obwohl er nur drei große Filmrollen hatte, ist er bis heute eine Legende und Vorbild in Sachen Film, Stil und Rebellion.

Die Kindheit

James Byron Dean wurde am 8. Februar 1931 in Marion, Indiana geboren und zeigte schon früh ein ausgeprägtes künstlerisches Talent. Bereits mit fünf Jahren meldete ihn seine Mutter am College of Dance and Theatre an, in dem er das Geige Spielen und Stepptanz erlernte. Noch im gleichen Jahr hatte Jimmy, wie ihn seine Eltern nannten, seinen ersten Auftritt auf einer Bühne.

1940 verstarb seine Mutter, zu der er ein sehr inniges Verhältnis hatte, mit nur 29 Jahren. Kenner von Dean behaupten er hätte den Tod seiner Mutter nie richtig verwunden. Zu seinem Vater hatte James Dean ein unterkühltes Verhältnis, weshalb er nach der Beerdigung seiner Mutter bei seiner Tante und seinem Onkel auf einer Farm aufwuchs. Auch sie ermutigten ihn, seinen künstlerischen Talenten weiterhin nachzugehen. Schon früh entwickelte er den Wunsch Filmschauspieler zu werden und wirkte an mehreren Theaterstücken seiner Schule mit.

Ein weiteres Hobby neben der Schauspielerei und dem Sport waren Motorräder. Sein Onkel schenkte ihm sein erstes Modell und schon bald begann Dean auch an Rennen teilzunehmen. Später wurden es Autorennen, in denen er zahlreiche Erfolge zu verbuchen hatte.

Der Weg zur Schauspielerei

Um seinem Vater zu gefallen begann James Dean mit 18 Jahren ein Studium der Rechtswissenschaften in Santa Monica, wo auch sein Vater wohnte. Nach einigen Reibereien strich ihm der Vater jedoch die finanzielle Unterstützung und Dean musste selbst für sein Studium aufkommen. Nur ein Jahr später wechselte er an die UCLA, da er sich dort größere Chancen für seine Schauspielkarriere ausmalte. Dort erhielt er auch seine erste bezahlte Rolle in einem zweiminütigem Werbespot für Pepsi.

Nachdem er sein Studium bald daraufhin abbrach, folgten Vorsprechtermine, erste kleine Nebenrollen und die Aufnahme ins Actor Studio, welches noch heute zu den renommiertesten Schauspielschulen der USA gehört. Darüber erhielt er 1954 auch seinen ersten Auftritt am Broadway, bei dem er einen Homosexuellen im Stück „The Immoralist“ spielte, was zu Gerüchten über seine sexuelle Ausrichtung führte. Dennoch avancierte er zum Sexsymbol und Frauenschwarm. Nach fabelhaften Kritiken für seine Schauspielkunst kündigte er seinen Broadwayvertrag, um eine Hauptrolle im Film „Jenseits von Eden“ unter der Regie seines Vertrauten Elia Kazan anzutreten. Kazan war zu der Zeit der gefragteste Regisseur in Hollywood.

Die Warner Brothers Studios machten James Dean zur Kultfigur, um die Werbetrommel für den Film anzukurbeln. Mit Erfolg – er wurde zum Idol für die Jugend und, durch zahlreiche nachgesagte Affairen mit angesagten Starlets wie Ursula Andress, zum Frauenschwarm.

Wie er zur Legende wurde

Seine drei großen Leinwanderfolge „Jenseits von Eden“, „…denn sie wissen nicht was sie tun“ und „Giganten“, an der Seite von Rock Hudson und Elizabeth Taylor, machten James Dean aber nicht nur zum Idol zahlreicher Jugendlicher, sondern zeichneten ihn auch zur einer Symbolfigur für die Rebellion gegen das prüde Amerika der 50er und 60er Jahre. Er verkörperte Rebellion, war aber zeitgleich sensibel, unnahbar und nachdenklich. Sein Look des jungen Wilden ist bis heute legendär und wird auch noch in heutigen Mode- und Fotoproduktionen aufgegriffen. Aber auch schauspielerisch war James Dean herausragend. Für seine letzten beiden Filme erhielt er, neben den positiven Kritiken zu seinen Lebzeiten, postum Oscar-Nominierungen als bester Schauspieler.

Der frühe Tod

Auch während seiner Filmkarriere verfolgte er weiterhin seine zweite große Leidenschaft – das Autorennen. Auf dem Weg zu einem Rennen in Salinas, Kalifornien wurde Dean und seinem Beifahrer, dem deutschen Mechaniker Rolf Wütherich, die Vorfahrt genommen und James Deans Porsche landete in einem Graben. Wütherich wurde aus dem Wagen geschleudert und überlebte mit gebrochenem Kiefer und Beinen. James Dean war sofort tot. Er wurde 24 Jahre alt.

Gerüchte darüber, Dean wäre zu schnell gefahren wurden durch Nachstellungen des Unfalls widerlegt. Tests zufolge hatte er nicht mehr als 90 km/h Geschwindigkeit, was für die Strecke nicht unangemessen gewesen sei. Der Unfallverursacher kam mit einem Schock davon und wurde vom Gericht frei gesprochen, da er versicherte den Porsche nicht gesehen zu haben. Makaber ist ein Werbespot, den Dean zwei Wochen vor seinem tödlichen Unfall aufnahm und in dem er für sicheres Verhalten im Straßenverkehr wirbt. Er beendete den Spot mit dem Satz: „Fahrt vorsichtig! Vielleicht bin ich es, dem ihr damit eines Tages das Leben rettet.“

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