Freddie Mercury –
the show must go on

Er war ein Ausnahmemusiker, der sein Leben so exzessiv wie seine Bühnenshows lebte und als typische Rocklegende leider viel zu jung verstarb. Freddie Mercury wäre heute 65 Jahre alt geworden, doch seine Musik und sein ganz persönlicher Stil füllt noch heute ganze Stadien.

Freddie Mercury, oder Farrokh Bulsara wie sein bürgerlicher Name war, wurde am 5. September 1946 als Sohn indisch-stämmiger Eltern auf der Insel Sansibar geboren. Schon früh entdeckten Lehrer sein musikalisches Talent und empfahlen seinen Eltern dieses durch Klavierunterricht zu fördern. Auch sein Gesangstalent machte sich schon früh bemerkbar, er sang im Schülerchor und wirkte an mehreren Theaterstücken seines Internats in der Indien mit.

Nach dem Umzug nach London als Jugendlicher begann er rasch, sich verschiedenen Bands anzuschließen und lernte dort auch seine späteren Bandkollegen von Queen, Brian May und Roger Taylor, kennen. Was viele nicht wissen, Freddie Mercury hat ein Diplom in Grafikdesign und hat auch das spätere Queen-Logo designt. 1970 war das Jahr der Gründung von Queen. Die Konstellation, Mercury, May und Taylor hat schon vorher zusammen auf der Bühne gestanden, doch erst 1971 wurde Queen durch den Bassisten John Deacon zu dem was es bis heute geblieben ist – eine der erfolgreichsten und bedeutendsten Bands des 20. Jahrhunderts.

Die markante, unverwechselbare Stimme Mercurys sowie seine energiegeladenen und zum Teil lasziven Bühnenshows machten ihn und die Auftritte von Queen legendär. Sein Markenzeichen wurde der Mikrofonständer ohne Fuß, der durch einen Zufall entstand. Bei einem vorherigen Auftritt brach der Ständer in der Mitte und er musste den Rest der Show improvisieren. Das neu entstandene „Requisit“ gefiel ihm so gut, dass er fortan nur noch damit auftrat.

Die Schock-Diagnose

Freddie Mercury war der erste bekannte Rockstar, der öffentlich an HIV starb. Obwohl er bereits seit 1987 wusste, dass er HIV positiv ist, hat er nur engste Freunde eingeweiht. Bis zum Schluss wusste nur ein sehr kleiner Kreis seiner engsten Vertrauten über seine Krankheit Bescheid. Am 23.11.1991 gab sein Sprecher ein öffentliches Statement über seine Erkrankung ab, nachdem sein körperlicher Zustand bereits für viele Spekulationen gesorgt hatte. Nur 24 Stunden später verstarb Freddie Mercury im Alter von 45 Jahren an einer Lungenentzündung, die sein geschwächtes Immunsystem nicht verkraftet hatte.

Noch bis kurz vor seinem Tod war Mercury im Tonstudio und nahm zahlreiche Songs auf. Er selbst hatte den Wunsch solange Songs zu produzieren, wie seine Stimme dies noch zuließ. Ihm war bewusst, dass sein Leben zu Ende ging, doch er wollte seine Musik auch noch nach seinem Tod veröffentlicht wissen. Das Album Made in Heaven entstand und wurde posthum veröffentlicht und ein Erfolg. Nur wenige Tage nach seinem Tod wurde der Song „Bohemian Rapsody“ erneut als Single veröffentlicht, um seinen Erlös einer AIDS-Stiftung zu Gute kommen zu lassen.

Voraussichtlich im nächsten Jahr wird ein Film über Queen in die deutschen Kinos kommen. Freddie Mercury wird vom umstrittenen amerikanischen Komiker und Schauspieler Sacha Baron Cohen gespielt, der aus Filmen wie Borat oder Ali G. bekannt ist. Die Bandmitglieder von Queen selbst haben sich für ihn entschieden, was den Kritikern wohl umso mehr missfallen dürfte.

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