Die Lincoln Verschwörung

Bis heute ist das tödliche Attentat auf den US-Präsidenten Abraham Lincoln ein denkwürdiges historisches Ereignis für die US-Amerikaner. Zahlreiche Bücher und Filme widmen sich dem Attentat vom 14. April 1865 und den Umständen und Hintermännern. „Die Lincoln Verschwörung“ von Robert Redford greift einen Aspekt des Attentats auf, dem bisher nur wenig Beachtung geschenkt wurde: dem Gerichtsprozess, der Verurteilung und Hinrichtung Mary Surratts, der Mutter eines der Verschwörer und angeblich Mitbeteiligte am Mordkomplott. Der Film greift historische Fakten auf und stellt die Berechtigung des Justizverfahrens gegen die Witwe in Frage. Wir verlosen neben der Film-DVD auch das Buch „Die amerikanischen Präsidenten“ mit 44 historischen Portraits von George Washington bis Barack Obama herausgegeben von Christoph Mauch!

Die Nacht des Attentats

14. April 1865, Ford’s Theater, Washington, D.C. Die letzten Stunden des republikanischen Präsidenten Abraham Lincoln sind gezählt, denn noch während der Theateraufführung wird der Saal von John Wilkes Booth (Tobby Kebbell), einem fanatischen Südstaaten-Sympathisanten gestürmt. Booth schießt Lincoln in den Hinterkopf und am Tag darauf stirbt der Präsident an seinen schweren Kopfverletzungen. Nur wenigen Amerikanern ist bekannt, dass Booths Handeln Teil eines komplexen Plans mit dem Ziel war, durch die Ermordung Lincolns, des Vizepräsidenten und des Generals Grant die Nordstaaten, welche kurz zuvor den Sezessionskrieg gewonnen hatten, empfindlich zu treffen und die Kriegsniederlage zu rächen.

Die Verschwörer werden gefasst

In düsteren Bildern schildert Regisseur Redford die kaltblütige Ermordung des Präsidenten und die Bildung der neuen Regierung. Nur wenige Tage später sind die Gesichter der Mörder auf veröffentlichten Steckbriefen zu sehen und nach und nach werden die Verschwörer gefasst, Booth selbst wird sechs Tage nach dem Attentat während der Belagerung einer Scheune durch einen Kopfschuss von einem Sergeant getötet. Für die Festgenommenen als Mittäter angeklagten Lewis Powell (Norman Reedus), David Herold, George Atzerodt und Mary Surratt (Robin Wright) wird ein Militärgericht aus regierungsloyalen Richtern gebildet, das die Verurteilung der Verbrecher zur Aufgabe hat.

Ein junger Advokat

Der junge und unerfahrene Rechtsanwalt Frederick Aiken (James McAvoy) wird überraschend von Senator Reverdy Johnson (Tom Wilkinson) ausgewählt, die juristische Verteidigung von Mary Surratt, der Mutter des Mitverschwörers John Surratt zu übernehmen, die angeklagt ist, die Verschwörer im Mitwissen um das Mordkomplott über ein Jahr lang in ihrer Pension bewirtet zu haben. Aiken will ablehnen, da er sich als Nordstaatensympathisant als politischer Verrät vorkommt und weil er weiß, dass den Angeklagten ein unfairer Prozess bevorsteht.

Ein aufreibender Prozess

Der Prozess fordert dem jungen Anwalt viel ab: Ständig hin- und hergerissen zwischen den widersprüchlichen Aussagen der Zeugen und Angeklagten, den parteiischen Richtern und dem Druck, den die Regierung und seine Freunde, die teils als Invaliden aus dem Krieg heimkehrten, auf ihn ausüben, ist er auf der Suche nach der Wahrheit im Prozess, in dem es für Mary Surratt um Leben oder Tod geht. Das Gericht befindet die Angeklagte schließlich für schuldig und so wird Mary Surrat als erste Frau von der US-amerikanischen Regierung zum Tod durch Erhängen verurteilt.

Sensibel dargestellte Hauptfiguren

Der Film von Robert Redford zeigt konsequent und kritisch, dass die Schuld Mary Surratts bereits vor dem Prozess vom Gericht beschlossene Sache war und ein fairer Prozess in diesem Sinne ausgeschlossen. Der Frage nach der unabhängigen Justiz und weniger der Frage nach dem objektiven Tatbestand der Schuld, die der Film gar nicht antastet, geht das eindrucksvolle historische Portrait mit sensibel gespielten Hauptdarstellern nach. Während Robin Wright sich durch durchgehend gezeigte Demut als Mary Surratt den historischen und politischen Umständen ergibt, zeigt James McAvoy als junger Anwalt Frederick Aiken sehr deutlich die moralische Zerrissenheit, die der Prozess für den jungen Advokaten mit sich brachte.

Verlosung: Buch und DVD

Das Herrenblatt verlost zusammen ein Exemplar der DVD „Die Lincoln Verschwörung“ und dazu für alle Hobby- und natürlich Profi-Historiker das Buch „Die amerikanischen Präsidenten“ mit 44 historischen Portraits von George Washington bis Barack Obama. In biographischen Kurzportraits werden die wichtigsten Aspekte der Amtszeit der jeweiligen Präsidenten vorgestellt. Zusammen mit einem kritischen Blick auf Leistungen und Versäumnisse der einzelnen Präsidenten ergibt sich ein umfassendes Bild der amerikanischen Geschichte von der Unabhängigkeit Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Um an der Verlosung teilzunehmen, teilt einfach den Post bei Facebook! Wir wünschen Euch viel Erfolg!

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