Bruce Lee –
Der kleine Drache

Er ist bis heute einer der bedeutendsten Kampfkünstler und eine Ikone der Martial-Arts-Filmbewegung. Mit seinen Filmen schuf er eine neue Filmrichtung und ebnete den Weg für heutige Stars wie Jackie Chan und Jet Lee. Sein plötzlicher Tod ist bis heute nicht eindeutig geklärt und auch sein Sohn verstarb auf mysteriöse Weise. Heute wäre Bruce Lee 71 Jahre alt geworden.

Von San Francisco nach Hong Kong und zurück

Li Jun-fan, wie Bruce Lee mit bürgerlichem Namen hieß, wurde am 27. November 1940 als Sohn des chinesischen Opernsängers Lee Hoi Chuen und seiner deutsch-chinesischen Frau geboren. Auf einer Tour des Vaters durch die USA wurde Bruce Lee in San Francisco geboren und war somit amerikanischer Staatsbürger. Doch ein Jahr später kehrte die Familie in ihre Heimat Hong Kong zurück, wo Bruce nach der Grundschule im Alter von 12 Jahren in eine Jungenschule wechselte, die für ihre Reibereien bekannt war. Dies war der Beginn seiner Kampfkunstkarriere. Um sich gegen seine Mitschüler verteidigen zu können überredete Bruce seine Mutter ihm Kampfkunststunden zu finanzieren, was sie nach einigem Zögern auch tat. Seine Ausbildung dauerte insgesamt 6 Jahre an, wobei er nebenbei auch großes Interesse am Tanzen zeigte. Seine Leidenschaft für lateinamerikanische Tänze brachte ihm 1958 sogar den Titel des Hong Kong Cha-Cha-Meisters ein.

Auch seine Film- und Theaterkarriere begann schon sehr früh. Mit 18 Jahren konnte er bereits auf über 20 Produktionen zurückblicken. Nach einem Kung Fu-Wettkampf, bei dem er einen Mitkämpfer verletzte und ihm dafür eine Klage drohte, entschieden seine Eltern ihn zu Verwandten nach Amerika zu schicken. Bereits auf der Dampferfahrt machte sich sein Tanztalent bezahlt. Er brachte den Passagieren der ersten Klasse Cha-Cha bei und verdiente sein erstes Geld, seit er seine Eltern verlassen hatte. In den USA angekommen holte er seinen Highschool-Abschluss nach und schaffte es sogar an die University of Washington, wo er Philosophie studierte. In seiner Freizeit unterrichtete er seine Kommilitonen in Kung Fu, was ihn zur Eröffnung seines ersten offiziellen Jun Fan Gung Fu Instituts im Jahre 1963 animierte.

Der Ruf Hollywoods

Bei einer Kung Fu-Vorführung auf den internationalen Karatemeisterschaften wurde Bruce Lee über einige Umwege schließlich von Hollywood entdeckt. TV-Rollen in Batman und The Green Hornet waren der Vorläufer für erste Filmrollen. Enttäuscht vom amerikanischen Filmstil ging er jedoch zurück nach Hong Kong und schrieb eigene Drehbücher und führte Regie. Seine Filme wie „Todesgrüße aus Shanghai“ oder „Der Mann mit der Todeskralle“ sowie deren Fortsetzungen brachen alle Rekorde. 1971 spielte er in „The Big Boss“ in seinem ersten Film nach Art der typischen Filme aus Hong Kong.

Nur drei Jahre später verstarb Bruce Lee überraschend an einer Hirnschwellung, die der Gerichtsmedizin zufolge durch Schmerzmittel verursacht wurde, die eine allergische Reaktion auslösten. Laut heutiger Medizin könnte jedoch ein epileptischer Anfall, wie er ihn kurz zuvor hatte, ebenfalls Ursache für seinen plötzlichen Tod im Alter von 32 Jahren sein.

Nach seinem Tod

Bruce Lee wurde postum mit einem Stern auf dem Walk of Fame geehrt und gilt bis heute als eine Ikone der Martial-Arts-Filme. Sein Sohn Brandon Lee trat in seine Fußstapfen und verstarb ebenso plötzlich wie sein Vater bei einem Unfall am Film-Set von „The Crow“. Ein Fragment einer Pistolenkugelattrappe, das sich angeblich im Lauf der Waffe verklemmt hatte, traf ihn tödlich. Eine Zivilklage seiner Mutter wurde außergerichtlich geklärt und Brandon Lee 1993 neben seinem Vater auf dem Lake View Cemetry in Seattle beigesetzt.

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