Al Pacino – Der Inbegriff eines Gangsterdarstellers

Er ist einer der bedeutendsten Charakterdarsteller der Filmkultur des 20. Und 21. Jahrhunderts und spielt den Gangster und Mafioso wie kein anderer. Alfredo James Pacino schaffte den Sprung aus der New Yorker Bronx nach Hollywood und sieht sich dennoch nicht als Star.

Geboren ist Al Pacino am 25. April 1940 in Manhattan, New York und schon früh entdeckte er seine Passion für die Schauspielerei. Mit 17 Jahren wurde er der Schule verwiesen und wechselte kurz darauf auf die Manhattan School of Performing Arts. Bald feierte er große Theatererfolge und erhielt den begehrten Obie Award, der gleichbedeutend mit dem Oscar für den Film ist. Der Abschluss am renommierten Lee Strasberg Theatre war dann der Beginn seiner beeindruckenden Leinwandkarriere.

Seine größten Erfolge

In seiner ersten Hollywoodproduktion wirkte er 1969 in „Ich, Natalie“ mit und bereits drei Jahre später verpflichtete Francis Ford Coppola ihn für seine legendäre Trilogie „Der Pate“, in der Pacino den Sohn des Mafiabosses Don Corleone, Michael Corleone, spielt. Diese Rolle, die er eindrucksvoll verkörperte, brachte ihm 1973 seine erste Oscar-Nominierung ein. Bis heute wurde Al Pacino in seiner Karriere insgesamt achtmal für den Oscar nominiert – den ersten erhielt er 20 Jahre nach der  Ersten, für seine Rolle als Blinder Colonel in „Der Duft der Frauen“. Pacino wurden viele Preise verliehen, vom Tony Award für seine Theater-Spielkunst, über den Golden Globe bis hin zum Emmy für die TV-Serie „Engel in Amerika“. Nicht zuletzt führte auch die wohl überlegte Wahl seiner Filmrollen zu diesem Ruhm. In mittlerweile 40 Jahren Filmkarriere hat Pacino in rund 50 Filmen mitgewirkt, was vergleichsweise wenig ist.

Nach seiner großen Rolle in „Der Pate“ wurde es still um den Ausnahmeschauspieler. Pacino lehnte große Hauptrollen diverser Filme ab und wartete auf Charakterrollen. Erst in den 80er und 90er Jahren feierte er ein fulminantes Comeback auf der Kinoleinwand. Seine Rolle als kubanischer Einwanderer und Krimineller Tony Montana, in Brian de Palmas „Scarface“, machte ihn zur Legende im Genre des Gangsterfilms. Die neuverfilmte Geschichte des Aufstiegs und Falls eines Gangsterbosses im Miami, die im Original den Aufstieg von Al Capone portraitierte, zählt zu den Mitbegründern des modernen Gangsterfilms. Anders als im klassischen Film Noir dominieren hier bunte und hart geschnittene Bilder, die durch brutale Gewaltszenen und eine derbe Sprache untermalt werden. Noch bis Mai dieses Jahres stand der Film in Deutschland auf dem Index.

Sein Leben

Al Pacino ist bekannt dafür, seine Rollen sehr intensiv zu spielen und extrem auszufüllen. Das Publikum liebt ihn dafür und die Kritiker werfen ihm Overacting vor – doch so oder so hat es Pacino geschafft Filmlegenden zu schaffen. Als Gangsterdarsteller oder Film-Mafioso hat er Maßstäbe gesetzt. 2007 wurde er vom American Film Institute für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Privat ist Pacino bodenständig. Er ist Vater dreier Kinder, war jedoch nie verheiratet. Sein Privatleben hält er privat und sagte einmal: „Ich bin Schauspieler und kein Star.“

Am 8. September erscheint in Deutschland erstmals die ungeschnittene FSK 18-Version des Klassikers „Scarface“ auf Blue Ray-Disc. Gern möchten wir ein Exemplar an unsere Leser verlosen. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an redaktion@herrenblatt.de oder hinterlassen Sie einen Kommentar auf unserer Facebook-Seite.

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Leserbriefe

8 Kommentare

Pascal #

29. August 2011 // 14:42

Scarface mein Favo

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N. Sander #

29. August 2011 // 14:43

einer der besten filme aller zeiten mit dem sowieso besten schauspieler aller zeiten!!!

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P.Dapprich #

29. August 2011 // 15:11

eigentlich ein muss für jeden, super film, super schauspieler.

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Malgorzata Zajonz #

29. August 2011 // 15:32

genialer Film… gerne dabei

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Stefan Hüls #

29. August 2011 // 15:33

Der Film rockt :-)

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Johannes Hüls #

29. August 2011 // 15:34

Habe mir gerade einen BR-Player gekauft. Kommt wie gerufen.

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Anneliese Hüls #

29. August 2011 // 15:34

Naja, da bin ich ja mal gespannt, wie der Film ist.

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Mario Doll #

29. August 2011 // 17:54

JOAH :) Definitiv einer der besten Filme, machte Al Pacino unsterblich/unvergesslich!! Er spielt aber auch gnadenlos gut :) Toi Toi Toi, hätte ich sehr gerne :) PS: BluRay schreibt man doch ohne „e“ :)

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