Gut gekleidet auf die Piste

In diesem Winter hat uns Petrus reichlich Schnee beschert. Doch was dem einen Leid ist des anderen Freud. Freunde des Wintersports klatschen mittlerweile schon seit Dezember in die Hände und können ihrer Leidenschaft fernab von künstlichem Pulverschnee frönen. Damit Sie beim Wedeln, Boarden oder Schlitten fahren keine Erfrierungen riskieren, gibt es in Sachen Wintersportgarderobe einiges zu beachten.

Wärme und Schutz

In den Bergen kann die Temperatur sehr schnell umschlagen, deshalb sollten Sie sich nicht von einem blauen Himmel und Sonnenschein täuschen lassen und womöglich mit Ihrer üblichen Winterkleidung losziehen. Eine gute Ski- oder Snowboard-Kleidung muss vor allem wasserfest und winddicht sein. Schließlich können klappernde Knien den größten Schneespaß verderben.

Eine geeignete Skihose sollte reißfest und im Idealfall leicht gepolstert sein, damit bei Stürzen nicht gleich mit Blessuren an Kleidung oder Haut gerechnet werden muss. Die Skijacke sollte mit einem Reißverschluss an der Hose zu befestigen sein oder zumindest über einen sogenannten Schneefang verfügen, der das Eindringen von Schnee bei besonders rasanten Abfahrten verhindert.

Zudem sollte die Kleidung schnell trocknen, da nasse Kleidung nicht nur zu Erkältungen führen kann, sondern auch schwerer wird und somit den Tragekomfort erheblich vermindert. Ein Qualitätsmerkmal guter Skibekleidung sind die zusätzlich verklebten Nähte, die ein Eindringen von Feuchtigkeit fast unmöglich machen.

Die bei Skibekleidung beschriebene sogenannte Wassersäule zeigt an, wie viel Wasser auf einen Quadratzentimeter Stoff drücken kann, bevor dieser durchlässig wird. Dieser Wert sollte nicht unter 2.000 Millimeter liegen. Allerdings wird er von den meisten renommierten Anbietern professioneller Wintersportkleidung oft weit überschritten.

Kälteschutz beginnt bei der Unterwäsche

Lange Unterhosen in Feinrippoptik oder die selbstgestrickten Strümpfe der Oma haben auf der Skipiste nichts verloren, denn sie halten nicht annähernd so warm wie moderne Funktionsunterwäsche und Funktionsstrümpfe. Diese Hightech-Unterwäsche wärmt nämlich nicht nur an den richtigen Stellen, sondern fördert zudem den Abtransport von Feuchtigkeit. Schließlich kann man bei einer wilden Pistenabfahrt schon mal ins Schwitzen geraten.

Funktionsstrümpfe bieten, im Gegensatz zum übereinander Tragen mehrerer Sockenschichten, außerdem den Vorteil, dass sie in den Skischuhen (ähnlich wie bei Laufschuhen) nicht verrutschen und somit einen stabileren Halt garantieren. Um diesen Effekt noch zu verstärken bieten sich auch spezielle Einlagen an.

Die Accessoires – mehr als schmückendes Beiwerk

Die Accessoires wie Handschuhe, Strickschal, Sonnenbrille und Kopfbedeckungen können zwar auch nach der aktuellen Mode ausgesucht werden, sollten aber dennoch mehr können als nur gut auszusehen.

Die Handschuhe für das Skifahren und das Snowboarden unterscheiden sich grundlegend. So sind Snowboardhandschuhe dicker und am Handgelenk verstärkt, um bei Stürzen besser zu schützen. Skihandschuhe müssen dagegen dünner sein, damit sie das Greifen der Skistöcke nicht behindern. Vom Material sollten sich die Handschuhe von dem der Skibekleidung nicht unterscheiden und ebenso wasserfest wie winddicht sein.

Der Kopf sollte beim ausgelassenen Wintersport nicht nur durch warme Mützen oder Stirnbänder geschützt werden, sondern auch durch einen sicheren Sturzhelm. Glücklicherweise sind auch hier zahlreiche trendige Modelle erhältlich und bescheren dem lässigen Pistenauftritt keinen Abbruch.

Auch Sonnenbrillen bzw. Skibrillen mit genügend UV-Schutz sollten auf keiner Piste fehlen, denn selbst bei bedecktem Himmel besitzt der weiße Schnee noch eine enorme Lichtverstärkung und stört nicht nur die sichere Talabfahrt, sondern kann auch die Augen nachhaltig schädigen. Neben dem modischen Aspekt sollte bei Skibrillen unbedingt auf die Tönung und den Tragekomfort geachtet werden. Auch die Qualität der Gläser sollte schon vor dem Kauf geprüft werden, da eine verzerrte Sicht nicht nur die Laune verderben, sondern auch direkt ins Krankenhaus führen kann.

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Leserbriefe

Ein Kommentar

Maria #

5. Januar 2011 // 21:18

Finde es schön, dass ihr auch den UV-Schutz erwähnt habt. Sieht man ja immer
wieder so knallrote Hautkrebsfavoriten, die darauf pfeiffen. Schade!!!

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