Der Parka – stylische Uniform für alle

Den Winter haben wir nun endgültig hinter uns gelassen und unsere Sonnenbrillen längst gegen den Regenschirm als täglichen Begleiter eingetauscht. Es ist Frühling und somit kommt auch frischer Wind in die Kleiderschränke.

Das Herrenblatt hat bereits vor kurzem über trendige Frühlingsjacken berichtet, die die dicken Wollmäntel abgelöst haben und uns durch leichte Materialien und praktische Eigenschaften bis in den Sommer begleiten können. Doch einer bestimmten Form der Jacke gebührt ein extra Beitrag, denn sie ist nicht nur top angesagt, sondern hält ihre Beliebtheit bereits seit vielen Jahrzehnten aufrecht. Die Rede ist vom Kult-Objekt Parka! Das olivgrüne Kombinationswunder ist nicht nur stylisch, sondern steht Frauen genauso gut wie Männern und umgekehrt.

Eine Kultjacke mit Geschichte

Der Parka hat bereits eine sehr lange Tradition und wurde nicht, wie fälschlicherweise oft vermutet, vom Militär, sondern von den Ureinwohnern Sibiriens und Alaskas erfunden. Die Inuit haben sogar den heutigen Namen der Kultjacke geprägt, denn sie nannten den Allwetter-Schutz für ihre Jagd „parqaaq“, was so viel wie Hitze bedeutet und die wärmenden Eigenschaften des Parkas beschreibt.

Bereits in den 1920er Jahren hat das Militär die praktischen Funktionsjacken für sich entdeckt, denn der klassische Parka schützt vor Wind und Wetter und bietet dank zahlreicher Taschen und einem Tunnelzug für den besseren Sitz eine funktionale Alternative zu zusätzlichen Taschen, die die Bewegungsfreiheit stören würden.

In den 60er Jahren hat es der Parka dann auch in die Mode der Zivilbevölkerung geschafft. Die Mods trugen ihn zum einen als Windschutz auf ihren Vespas und zum anderen als demonstrative Abgrenzung zu den Lederjacken der verfeindeten Rocker-Gangs. Die Hippies verzierten ihre Parkas neben den Armee-Symbolen mit Peace-Zeichen und trugen die praktischen Militärjacken paradoxerweise auf Demonstrationen gegen den Krieg.

Heute ist der Parka zurück in der aktuellen Herrenmode und schmückt als unisex Modell Männer als auch Frauen. Die stylische Jacke passt zu vielen Kleidungsstilen und kommt umso lässiger rüber, desto abgetragener sie wirkt. Auch wenn das olivgrüne Modell der Klassiker unter den Parkas ist, gibt es mittlerweile auch modische Abwandlungen des traditionellen Designs. So finden Sie heutzutage eine Fülle an verschiedenen Stoffmaterialien, Farben und selbst der Schnitt wird bei einigen Modellen mehr oder weniger frei interpretiert. Höchste Zeit also entweder im Schrank nach dem alten Klassiker in olivgrün, mit Bundeswehr Aufnäher und Gebrauchsspuren zu suchen oder sich eine der stylischen Neuinterpretationen anzuschaffen.

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Leserbriefe

5 Kommentare

Klaus #

14. April 2011 // 00:21

Bemerkenswerter Artikel. Würde gern mehr Beitraege zu der Thematik lesen. Ich freue mich schon auf die naechsten Posts.

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[…] Blauton, der auch mit den Schuhen wieder aufgegriffen wird. Im Frühling und Herbst 2013 wird der Parka also ganz klar eine ernstzunehmende Konkurrenz für den Trenchcoat. Die Inspiration hierfür habe […]

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[…] bzw. Übergangsmäntel. Mäntel und Jacken, vom Kurzmantel für Herren über den legeren Parka bis hin zum klassischen Herren-Trenchcoat, die nicht sehr stark gefüttert sind, und dennoch die […]

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[…] wie er es am liebsten mag. Es ist eine grobgestrickte Mütze in beige, die farblich gut zu seinen Winterjacken passt. Das Material kratzt überhaupt nicht, da stellt er sich nämlich manchmal ein bisschen an. […]

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[…] Sinn, sich schon mal um eine gute Übergangsjacke zu kümmern. Perfekt sind z.B. ein lässiger Parka oder ein eleganter Trenchcoat, aber auch der Windbreaker hat absolut seine Daseinsberechtigung. In […]

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