Der perfekte Laufschuh

Über das Thema Laufschuhe lässt sich unschwer ein Roman schreiben. Trotzdem sollte jeder, ob Anfänger, Fortgeschrittener und Profi sowieso, der regelmäßig joggen geht, sich mit dem Thema Laufschuhe auseinandersetzen, denn der richtige und vor allem individuell auf den Jogger abgestimmte Laufschuh ist wichtig für die Gesundheit der Gelenke und sorgt für lange Freude am Laufsport.

Gerade wenn Sie ein Anfänger in Sachen Joggen sind und sich Ihr erstes Paar Laufschuhe zulegen wollen, sollten Sie sich im Vorfeld informieren. Wichtige Infos über Grundlegendes zum Thema Laufschuhe liefern Webseiten wie Lauftreff.de oder das Forum Laufen-aktuell.de; aber auch Fachzeitschriften wie Running oder Triathlon veröffentlichen meist in jedem Frühjahr einen aktuellen Test, denn große Marken wie Adidas, Asics, Brooks, Nike und Puma bringen bis zu zweimal pro Jahr eine neue Kollektion auf den Markt.

Ein gutes Geschäft für Laufschuhe erkennen Sie am kompetenten Fachpersonal und an einer recht großen Auswahl an Laufschuhmodellen – Sie sollten in Ihrer Größe mindestens zwischen drei verschiedenen Modellen verschiedener Firmen wählen können. Nehmen Sie Ihr abgelaufenes Paar Schuhe unbedingt mit, wenn Sie nicht ihr erstes Paar kaufen – ein ausgelatschter Laufschuh erzählt nämlich Bände darüber, wie Ihr Modell optimalerweise beschaffen sein sollte.

Der perfekte Laufschuh

Einen solchen gibt es immer nur für einem konkreten Fuß, denn jeder läuft anders, hat ein anderes Gewicht usw. Allen Laufschuhen gleich ist jedoch die Aufgabe, die durch das Abstützen des Fußes auf dem Boden auftretende Kraftspitze durch die optimale Dämpfung so gering wie möglich zu halten. Zwar verfügt jeder Mensch über eine natürliche Anlage, die der Dämpfung dient, bei einer starken Belastung wie dem Jogging, bei dem das Zwei- bis Dreifache des Körpergewichts auf den Gelenken lastet, reicht diese Dämpfung jedoch nicht aus.

Lassen Sie sich im Fachhandel beraten: Ein kompetenter Verkäufer stellt Fragen nach dem Gewicht, dem Laufuntergrund, der Häufigkeit und der Dauer des Laufens. Heute gehört zu einer Beratung für neue Laufschuhe meist ein sogenannter Fußscan: Dabei wird der Fuß im Stand dreidimensional vermessen, um die Fußlänge, die Breite und die Risthöhe sowie die Druckverhältnisse im Fuß zu bestimmen. Auf der Grundlage der Messdaten werden nun einige Modelle ausgewählt, die in puncto Daten und Leistenform infrage kommen. Per Videoanalyse wird nun anhand eines kurzen Probelaufs das individuelle Laufverhalten mit einem Probeschuh ermittelt. Hier ist vor allem die Abrollbewegung des Fußes wichtig.

„Problemfüße“ – Keine Herausforderung für den richtigen Schuh

Kaum ein Mensch hat – aus orthopädischer Sicht – perfekte Füße. Auch wenn Sie Ihre Herrenschuhe mit Sorgfalt auswählen, ist beim Laufschuh besondere Aufmerksamkeit gefragt: Hier ist es besonders wichtig zu wissen, zu welchem „Problemfuß“ man neigt, um die richtige Entscheidung zu treffen. Menschen mit einem Hohlfuß benötigen gut gedämpfte Schuhe, da der natürliche Abrollschutz fehlt und die Füße nach dem Aufsetzen nach außen abknicken. Ein leichtes Einknicken nach innen ist als normale Dämmbewegung des Fußes völlig normal. Hier sind Normallaufschuhe die optimale Variante. Diese sind überall gleich stark gedämpft. Bei sogenannten (Knick-) Senk- Spreizfüßen knickt der Fuß beim Auftreten nach innen ab. Die Schuhe sollten eine entsprechende Stütze auf der Innenseite haben.

Mit dem richtigen Laufschuh sinkt das Risiko für die typischen Joggerprobleme: Überlastungssyndrome mit Problemen in der Hüfte, den Achillessehnen und vor allem den Knien, die die Folge falscher Stoßbelastung beim Joggen sind.

Laufschuh-Trends

Stark gedämpfte Schuhe sind übrigens nicht immer die bessere Wahl – in ihnen ermüdet die Muskulatur beim Laufen schneller. Eine stark gedämpfte Verse verstärkt außerdem das Abknicken des Fußes nach innen oder nach außen und fördert so die Instabilität des Fußes. Moderne Laufschuhe haben deshalb mittlerweile eine reduzierte Fersenhöhe von nur noch 25 bis 27 Millimetern. Der Trend geht zum natürlichen Laufen: Man setzt mehr auf Flexibilität beim Abrollen und weniger stützende Elemente am Schuh – das Vorbild ist das Barfußlaufen.

Letztendlich ist auch Ihr subjektiver Eindruck von Bedeutung: Man kann in einen Laufschuh schlüpfen, der absolut hochwertig und vom Verkäufer empfohlen ist, Ihr Herz aber nicht unbedingt höher schlagen lässt, während Sie in einem vergleichbaren Modell das Gefühl haben, dass der Schuh wie angegossen sitzt. Als Richtwert für die Lebensdauer eines guten Laufschuhs gelten übrigens 1000 Kilometer: Dann ist es Zeit für ein neues Paar.

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