Weißwein – ein wahrer Alleskönner

Wie der Rotwein war auch der Weißwein bereits im antiken Griechenland beliebt. Der berühmte Arzt Hippokrates unterschied bereits damals zwischen einem weinigen und einem bitterem Weißwein und sprach dem hellen Rebensaft vor allem heilende und desinfizierende Eigenschaften zu. Die Zahl der heute existierenden Rebsorten ist riesig. Zu internationaler Bekanntheit brachten es vor allem Chardonnay, Sauvignon Blanc, Riesling, Müller-Thurgau, Muskateller und grüner Veltiner.

Helle Traube – weißer Wein?

Weißwein entsteht, wenn der Fruchtzucker von Weintrauben durch Gärprozesse in Alkohol umgewandelt wird. Wohlgemerkt können sowohl weiße als auch rote Trauben die Grundlage für Weißwein bilden, denn auch rote Trauben bringen hellen Saft. Für die rote Farbe des Rotweins sind Farbstoffe verantwortlich, die ausschließlich in der Schale roter Trauben vorkommen.

Rein chemisch betrachtet kommen Weißweine leichter daher als Rotweine: Sie enthalten nicht den in den Traubenschalen vorkommenden Gerbstoff Tannin und sind damit im Gegensatz zu Rotweinen kühl zu genießen.

Aperitif, Hauptgang oder Dessert – Weißweine für jede Gelegenheit

Grundsätzlich gibt es kein Gesetz, dass eine bestimmte Kombination von Speisen mit bestimmten Weinen unter Strafe stellt! Jeder kennt die Rotwein-zu-Wild-und-Weißwein-zu-Fisch-Regel. Es spricht jedoch nichts dagegen, nach Lust und Laune zu kombinieren, solange dem Gaumen Freude bereitet wird. Wenn Sie gern Weißwein trinken und auswählen, aber bei formellen Anlässen oder im Restaurant unsicher sind, können Sie auch einen Sommelier zu Rate ziehen. Diese ausgebildeten Weinkenner stehen in vielen Restaurants beratend zur Seite oder helfen Ihnen bei der Weinauswahl im Fachgeschäft.

Soll der Wein als Aperitif dienen, dann ist eine Sorte mit relativ hohem Zuckeranteil, wie zum Beispiel bei edelsüßen Auslesen des grauen Silvaners oder des grauen und weißen Burgunders sehr passend.

Während des Hauptganges harmoniert Weißwein besonders überzeugend mit Fisch, Pilzgerichten, Salaten, Geflügel und Gemüse. Aber dies sind nur einige seiner verführerischen Kombinationsmöglichkeiten. Nach einem reichhaltigen Essen greift man, trotz des gut gefüllten Magens, gern noch zu süßen Nachtischen oder Schokolade. Ein schöner Dessertwein kann diese Gelüste begleiten oder sogar ersetzen. Zum Dessert finden sich daher häufig Weißweine, die sich durch ihren hohen Zuckergehalt und durch ihre Vollmundigkeit auszeichnen. Auslesen, Beerenlesen, aber auch der edelsüße Eiswein eignen sich besonders gut dazu, die Lust auf Süßes nach dem Essen zu befriedigen.

Kristall bis Bernstein

Die Farbe eines Weißweins kann sich in einem recht ausgedehnten Farbspektrum bewegen. Während einige Weißwein mit heller und klarer Farbe fast farblos erscheinen, können andere Weine einen dunklen, bernsteinartigen Gelbton aufweisen oder sogar durch einen rötlichen oder grünlichen Farbcharakter gekennzeichnet sein.

Die Farbe des guten Tropfens kann durch die Traubenfarbe determiniert sein, oder aber auch durch die Temperatur während des Rebenwachstums. Selten ist eine sehr dunkle Weinfarbe ein Anzeichen für alten oder falsch gelagerten Wein. Hier schafft eine Geruchsprobe schnell Klarheit: Ein unangenehmer, schaler Geruch lässt darauf schließen, dass der Wein ungenießbar ist.

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Leserbriefe

3 Kommentare

Dejan #

13. Dezember 2010 // 02:29

Gute Ausfuehrungen! Ich werde mich damit mal genauer auseinander setzen! Warte auf die naechsten Eintraege!

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[…] Kochwasser des Hummers sollte mit Gewürzen, Essig, Knoblauch, Weißwein und Pfeffer abgeschmeckt werden. Je nach Größe des Tieres muss dieses nun 10 bis 45 Minuten darin […]

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[…] Türkei sind Memicik zum Salat, zu Käse und als Aperitif, Palamut zu Meeresfrüchten, zu Käse und Weißwein und Yamalak, die mit Pizza und Antipasti […]

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