Tapas – mit viel Liebe, Öl und Knoblauch

Bei dem Wort Tapas läuft Kennern dieser kleinen und bunten Vorspeisenvielfalt das Wasser im Mund zusammen. Der Ursprung des spanischen Fingerfood liegt in Andalusien. Der Legende nach entstanden die Appetithäppchen aus den ursprünglich kostenlos zum Wein oder Sherry gereichten Brot- oder Bergschinkenscheiben, die auf das Glas gelegt wurden, um das Hineinfliegen von Fliegen und anderen Insekten zu verhindern. „Tapa“ ist auch das spanische Wort für Deckel.


Die waschechte Spanierin und Tapas-Expertin Isabel Llopis aus der bekannten Tapas-Bar „Yosoy“ im Herzen von Berlin kennt sich in Sachen Tapas bestens aus und konnte dem Herrenblatt freundlicherweise viele Fragen zur spanischen Tapas-Vielfalt beantworten.

Ein spanisches Abendessen findet nicht vor 21 Uhr statt. Der Besuch einer Tapas-Bar vor dem Essen ist der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in ganz Spanien. Dort werden Tapas als Appetitanreger zu einem Bier, Wein oder Sherry genossen. Mittlerweile haben Tapas internationale Berühmtheit und auch regionale Varianz erlangt. Es gibt unzählige Zutaten und Variationsmöglichkeiten bei der Zubereitung. Zu den bekannten Tapas zählen zum Beispiel Puntilltas fritas (frittierte Babytintenfische), Boquerones fritos (frittierte Sardellen), Almendras fritas (in Öl geröstete und gesalzene Mandeln), Patatas allioli (Kartoffeln in Knoblauchmayonaise) und Roscos (belegte Weißbrotkringel). Zur Grundlage der Tapas-Küche gehören neben diversen Gemüsen auch verschiedene Fleischsorten und Fisch. Geschmacklich abgerundet werden Tapas durch die Zugabe von hochwertigem Olivenöl, Kräutern und Gewürzen.

Die perfekten Tapas

Auf unsere Frage, wie perfekte Tapas aussehen, antwortet Isabel Llopis: „Wichtig ist hier vor allem: Perfekte Tapas sehen unkompliziert aus. Tapas sind dazu da, um am Tisch geteilt zu werden, sie werden also in kleinen Schalen oder auf Tellern gereicht. Verspeist werden die Tapas entweder mit einer kleinen Gabel oder mit einem Zahnstocher. Tapas darf man, wenn Sie dafür geeignet sind, auch mit den Fingern essen- so schmecken Sie eigentlich am besten! Zu Tapas wird immer Weißbrot gereicht sowie verschiedene, pikante Saucen wie Aioli, leicht scharfe Tomatensauce oder Mojo.“ Mojos sind typisch spanische, kalte Saucen, die vor allem aus Essig, Öl und Knoblauch bestehen.

Die beliebtesten Tapas

Isabel Llopis weiß, was Ihren Gästen schmeckt – vor allem die klassischen Tapas-Variationen sind beliebt: Papas Bravas (frittierte Kartoffelwürfel, die mit würzig-scharfer Tomatensauce serviert werden), Albóndigas (Hackfleischbällchen in Tomatensauce), Tortilla Española (spanisches Kartoffel-Omelette) oder Pflaumen im Speckmantel (Ciruelas). Auch kalte Tapas wie Serrano-Schinken oder der spanische Manchegokäse aus Schafsmilch sind sehr beliebt. Viele Gäste bestellen gemischte Tapasteller mit kalten und warmen Tapas-Variationen zugleich.

Tapas selbst machen

Die Zutaten für leckere Tapas kann jeder selbst besorgen. Mit ein bisschen Übung gelingt Ihnen im Handumdrehen eine spanische Überraschung für Ihre Gäste. Isabel Llopis empfiehlt, vor allem auf hochwertige Zutaten zu achten: „Nur aus guten Zutaten entstehen echt leckere Tapas. Außerdem ist die Kreativität ein wichtiger Faktor – Tapas sind so vielfältig, das man fast alles kombinieren darf. Gutes Olivenöl ist ein Muss in der spanischen Küche. Verwenden Sie außerdem mediterrane Kräuter und Gewürze wie Rosmarin, Thymian, Petersilie und vor allem ganz viel Knoblauch. So werden Sie Ihre Gäste mit Ihren Tapas begeistern!“

Die Yosoy Tapas-Bar finden Sie in Berlin-Mitte in der Rosenthaler Straße 37, 10178 Berlin. Das Restaurant hat täglich ab 11 Uhr geöffnet. Neben diversen Tapas-Spezialitäten können Sie sich hier auch von anderen Gerichten aus der spanischen Küche verwöhnen lassen und aus einer Vielzahl spanischer Weine auswählen.

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