Sushi – All you can eat

Das Wort Sushi hat mittlerweile jeder schon einmal gehört. Mit Sushi verhält es sich ähnlich wie mit Lakritze oder Oliven: Entweder man kann sich mit dem Geschmack nie anfreunden oder man liebt die Köstlichkeit auf immer und ewig. Wenn man sich beim Sushi fürs Lieben entschieden hat, dann gehört es zum guten Ton, Maki von Nigiri unterscheiden zu können, die Stücke gekonnt zwischen zwei Stäbchen zum Mund zu balancieren und den fein gehobelten, in Essig eingelegten Ingwer (Gari) nicht als Tellerdeko abzutun.

Sushi = roher Fisch?

Zunächst wollen wir die Kirche mal im Dorf lassen. Bei Sushi handelt es sich keineswegs um rohen Fisch (sashimi), sondern streng genommen um gekochten, erkalteten Reis, der mit Reisessig (Mirin) gesäuert wird und mit verschiedensten Zutaten wie Gemüse, Eieromelett, Garnelen, Surimi, Pilzen und natürlich auch rohem Fisch gefüllt oder belegt werden kann. Sushi gibt es in vielen Formen. Die beiden bekanntesten und wohl auch beliebtesten Formen sind Maki-Sushi und Nigiri-Sushi. Beim Maki-Sushi wird der gesäuerte, kalte Reis auf einer Bambusmatte ausgebreitet, die mit einem Blatt aus getrocknetem und geröstetem Seetang (Nori) bedeckt ist, mit der Füllung belegt und anschließend gerollt und in kleine Scheiben geschnitten. Beim Nigiri-Sushi wird mit der Hand eine Reisrolle geformt, die mit Fisch, Omelett, Pilzen oder Gemüse belegt und manchmal anschließend noch mit einem Algenstrang zusammengebunden wird.

Geschichte einer Legende

Der Ursprung des japanischen Sushis liegt in einer jahrhundertealten speziellen Methode, frischen Fisch haltbar zu machen, die allerdings nicht aus Japan, sondern aus Südostasien stammt. Frischer, roher Fisch wurde dabei gesalzen und in Lagen von Reis gepresst. Der durch Gärung fermentierte Fisch wurde zunächst allein, später dann auch zusammen mit dem Reis verspeist. Diese älteste Art der Sushi-Zubereitung existiert bis heute unter dem Namen Nare-Zushi. Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde dem Reis milder Essig beigemengt, der die Haltbarkeit des Fischs noch erhöhte.

One Sushi a day keeps the doctor away…

Sushi ist nicht nur unglaublich vielseitig und köstlich, sondern auch sehr gesund. Die japanische Köstlichkeit aus Reis enthält im Gegensatz zu anderen vollwertigen Speisen viele Nährstoffe und wenig Fett. Der hohe Anteil an gesättigten Fettsäuren im Fisch hilft bei der Vorbeugung von Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Reis lässt außerdem den Blutzucker bei der Verdauung langsam ansteigen – so hält das Sättigungsgefühl länger an. Auf diesen Stoffwechsel regulierenden Effekt setzen auch zahlreiche Diäten, wie zum Beispiel die Amapur Diät oder die Stoffwechsel-Diät.

Knigge auf Japanisch

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Während der Japaner sein Sushi mit der Hand isst, greifen die Europäer lieber unbeholfen als gar nicht zu Stäbchen. Na wenn es unbedingt sein muss – bitte schön. Dann sollte man aber wenigstens darauf achten, sein Nigiri-Sushi mit der Fischseite in die Sojasauce zu tunken, damit der Reis nicht zerfällt. Beim Maki-Sushi wird nur eine Ecke in die Sauce getaucht, damit der Eigengeschmack des Fischs nicht beeinträchtigt wird. Zwischen den einzelnen Happen darf man getrost etwas Ingwer naschen, um den Gaumen zu erfrischen und den Geschmack zu neutralisieren. Wir wünschen fernöstliche Genüsse!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Leserbriefe

Keine Kommentare

Noch keine Kommentare oder Backlinks.

RSS-Feed zu diesem Beitrag