Mysterium Südfrüchte

Exotische Früchte sind – bis auf einige Ausnahmen – relativ bekannt. Man weiß wie sie aussehen, wie sie schmecken und somit im Idealfall auch wie man sie verzehrt. Südfrüchte wie Bananen oder Orangen gehören mittlerweile zu unserem täglichen Speiseplan wie heimische Äpfel oder Birnen. Doch einige Exoten stellen uns manchmal vor eine schwierige Aufgabe. Die hübsche Drachenfrucht oder Pitaya beispielsweise. Dient sie nur der Dekoration oder ist das pinkfarbene Gebilde mit dem schwarz gepunkteten weißen Inhalt auch essbar?

Damit Sie beim nächsten Einkauf nicht hilflos vor dem Obstregal stehen, um dann wieder resigniert abzuziehen, stellen wir einige Südfrüchte vor und erklären wie man sie verzehrt, wonach sie schmecken und was alles in ihnen steckt.

Sie können es drehen und wenden

Dass Bananen, Ananas oder Orangen geschält werden müssen ist klar, und dass man nicht einfach in eine Zitrone beißen sollte hat sich auch schon herum gesprochen. Während heimische Früchte wie Äpfel oder Beeren in der Regel komplett verzehrt werden können, sieht es beim ähnlich aussehenden Granatapfel schon wieder ganz anders aus. Während nämlich sonst üblicherweise die Kerne verschmäht werden, werden beim Granatapfel ausschließlich diese gegessen. Auch bei der Pitaya können die Kerne mitgegessen werden. Schließlich wäre es ein ziemlicher Aufwand die kleinen schwarzen Pünktchen alle heraus suchen zu müssen. Generell fahren Sie recht gut, wenn Sie Südfrüchte vor dem Verzehr schälen. Die kleinen Physalis (Kapstachelbeere) oder Kumquats (Zwergorangen) können Sie jedoch komplett essen.

Wie schmeckt das?

An den Geschmack von Kiwi, Ananas und selbst Mango kommt man schwerlich vorbei und sicherlich haben auch Sie diese Früchtchen bereits probiert. Bei Pitaya, Kumquat, Cherimoya oder Kiwano sieht das Ganze jedoch schon ganz anders aus. Sie können nun entweder mutig die Kostprobe wagen oder sich vorab durchlesen, wonach Drachenfrucht, Hornmelone und Co. schmecken.

Fangen wir bei der Drachenfrucht, der Pitaya, an – ihr Geschmack erinnert stark an den einer Kiwi in Kombination mit Stachelbeere. Je nach Reifegrad schmeckt sie daher entweder säuerlich oder sehr süß. Die Kumquat sieht nicht nur aus wie eine kleine Orange, sondern schmeckt auch so – allerdings ist sie wesentlich bitterer als ihre großen Verwandten und weniger saftig. Die Cherimoya oder Cremefrucht zeichnet sich, wie der deutsche Name bereits vermuten lässt, durch ein cremiges Fruchtfleisch aus, das je nach Sorte nach Vanille oder einer Mischung aus Birne, Erd- und Himbeere schmeckt. Und zu guter Letzt die Kiwano oder Hornmelone. Sie sieht fast wie eine Honigmelone aus, ist jedoch mit weichen, hornartigen Stacheln bedeckt. Ihr grünes geleeartiges Fruchtfleisch schmeckt säuerlich und erinnert geschmacklich an Melone und Gurke.

Vitaminbomben

Die tropischen Früchte sehen aber nicht nur besonders dekorativ aus und sind ein besonderer Blickfang auf jedem Buffet, sondern sie sind wahre Kraftpakete was ihre Inhaltsstoffe angeht. Bereits 100g Kiwi decken beispielsweise den Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen an Vitamin C. Das enthaltene Enzym Actinidain trägt außerdem dazu bei, dass Eiweiße besser verdaut werden. Auch die Ananas strotzt vor Vitamin C und zahlreichen Enzymen. Bromelain und Invertase entschlacken den Körper und können somit auch beim Abnehmen helfen. Allerdings muss hier gesagt werden, dass die leckeren Früchte keine Zaubermittel sind und zudem auch Fruchtzucker enthalten. Deshalb sollte generell vermieden werden, Obst in rauen Mengen zu verzehren. Bei einer Diät sollten Sie abends keine Kohlenhydrate essen – und Zucker zählt bekanntlich dazu. Jedoch wird die gesunde Südfrucht mit Inhaltsstoffen wie Phosphor, Eisen, Kalium, Zink, Jod und Magnesium abgerundet, was sie tagsüber zum gesunden Snack macht. Dass hier die Rede von frischen Früchten und nicht etwa von der Dosenvariante ist, muss wohl nicht erwähnt werden.

Sollten Ihnen noch weitere Südfrüchte einfallen – die sie schon öfter in der Hand hatten, sich aber nie getraut haben zu probieren – schreiben Sie einen Kommentar und wir werden versuchen dem Geheimnis der jeweiligen Frucht auf die Spur zu kommen. Wir freuen uns auf Ihre Ideen und Anregungen hier im Herrenblatt!

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