Rotwein – Rebensaft mit Charakter

In der Antike war der Rotwein als wichtiges Getränk bekannt: bereits 400 vor Christus verordnete Hippokrates ihn bei Störungen des Herz- und Kreislaufsystems. Auch im späteren Christentum hatte der Rotwein schon sehr früh eine besondere Bedeutung. Bei der Abendmahlsfeier trank man ihn z.B. als Symbol für das Blut Christi. Heutzutage gibt es unzählige Rebsorten – allein in Portugal werden um die 300 verschiedenen Sorten Wein angebaut.

Gut aussuchen

Nur wenige der zahllosen existierenden Rebsorten haben eine überregionale Bedeutung. Wer von Rotwein so viel versteht wie von Quantenphysik, dem sei gesagt, dass Grundlegendes und Wissenswertes über Rotwein schnell erlernt werden kann.

Die bedeutendsten Rebsorten, aus denen Rotwein gewonnen wird, sind Merlot, Cabernet Sauvignon, Syrah und Pinot Noir. Wer schon etwas Fortgeschrittener in der Rotweinkunde ist, dem sollten auch der argentinische Malbec, der chilenische Carmenere, der kalifornische Zinfandel und die italienischen Rebsorten Nebbiolo und Sangiovese ein Begriff sein.

Gut kombinieren

Ein kulinarischer Hochgenuss ist die Harmonie eines Weines mit einem guten Essen. Wichtig bei der Auswahl des Weines ist, dass er das Gericht nicht dominiert und auch selbst nicht übertönt wird. Geschmacklich kann es sinnvoll sein, wenn sich Wein und Essen entweder einander anpassen oder auch im direkten Gegensatz zueinander stehen. Bei der Kombination von Wein und Essen gelten jedoch im Allgemeinen keine so strengen Regeln wie gemeinhin angenommen. Fast jede Kombination, die gefällt ist auch erlaubt, solange Dissonanzen berücksichtigt werden. Diese können sich durch die Kombination von Wein mit hohem Säure-bzw. Restzuckeranteil mit Bitterstoffen und süßen, sauren und salzigen Speisen ergeben.

Gut trinken

Der Einfluss des Glases auf den Geschmack des Rotweins ist nicht zu unterschätzen, daher sollte der Wein auch immer aus einem Rotweinglas genossen werden. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Deswegen gibt es für die Verkostung von Weinen auch Prüfgläser nach DIN-Normen. Für den privaten Weingenuss empfiehlt sich ein Test mit drei bis vier verschiedenen Rotweingläsern, bevor man sich für eine Form entscheidet. Für die richtige Trink-Temperatur gilt wie so häufig: „Probieren geht über Studieren.“ Ein zu kalter Wein schmeckt eher verschlossen und zurückhaltend, ein zu warmer Wein dagegen schmeckt alkoholisch und der Geruch des edlen Tropfens leidet. Zimmertemperatur ist nicht zwingend die beste Temperatur für einen Rotwein. Diese Empfehlung stammt nämlich aus Zeiten, in denen eine Zimmertemperatur von 18 Grad Celsius der Durchschnitt war.

Gut aufbewahren

Offene Rotweine länger aufzubewahren ist schwierig, denn bei Luftzufuhr oxidiert der edle Tropfen und wird dadurch schnell ungenießbar. Mit einem einfachen Verschluss hält sich ein Rotwein meist nicht viel länger als einen Tag. Eine Ausnahme sind hier junge Weine. Diese können auch mehrere Tage stehen. Sehr wirksam kann man angebrochenen Wein länger haltbar machen, indem man ihn in eine kleinere Flasche umfüllt, sodass keine Luft in der Flasche verbleibt. So hält sich der Wein deutlich länger als unter einem Luftpolster.

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Leserbriefe

Ein Kommentar

[…] der Rotwein war auch der Weißwein bereits im antiken Griechenland beliebt. Der berühmte Arzt Hippokrates […]

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