Reste übrig? Bloß nicht wegwerfen!

„Morgen machen wir Reste essen!“ – eine Ankündigung von Mutter oder Vater, die bei jedem unweigerlich zumindest in der Kindheit ein zur Faust geballtes Gesicht hervorgerufen hat. Gerade in der Weihnachtszeit werden Unmengen an Braten, Klößen und Kartoffeln aufgetischt, Plätzchen werden gebacken, Kekse, Lebkuchen und Spekulatius zum Adventskaffee gereicht. Aber wer soll das alles eigentlich aufessen? Was Sie auf keinen Fall tun sollten: Essensreste wegwerfen. Denn so ziemlich alle Reste lassen sich sinnvoll wiederverwerten. Wir zeigen Ihnen, wie.

Was vom Braten übrig blieb…

Noch Enten-, Schweine- oder Gänsebraten übrig? Kein Problem. Das restliche Fleisch sollten Sie gänzlich vom Knochen ablösen und daraus beispielsweise einen leckeren Brotaufstrich zubereiten. Hacken Sie das Fleisch dazu sehr fein oder pürieren Sie es. Geben Sie eine Messerspitze gemahlene Nelken und etwas Pfeffer sowie Butter oder, im Idealfall, das vom Braten abfallende Schmalz dazu. Ein Schluck Bratensauce und eine halbe, fein gehackte Zwiebel verleihen dem Deluxe-Brotaufstrich den letzten Pfiff. Lassen Sie das ganze einen Tag im Kühlschrank gut durchziehen. Serviert auf geröstetem, in dünnen Scheiben geschnittenem Baguette mit einem Blatt Petersilie sparen Sie auch in den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester nicht an Stil, was die Präsentation des Essens angeht.

Wenn es an Weihnachten bei Ihnen Eisbein gibt und die Reste üppig sind, dann können Sie daraus eine köstliche Erbsensuppe zaubern! Weichen Sie dazu bereits am Vortag 200g geschälte Erbsen in Wasser ein. Putzen und zerkleinern Sie nun ein Bund Suppengrün und waschen und schneiden Sie ein Bund Lauchzwiebeln in Ringe. Schälen Sie außerdem fünf mittelgroße Kartoffeln und schneiden Sie diese in Würfel. Geben Sie alles in die vom Eisbein vorhandene Kochbrühe und garen Sie die Suppe im Schnellkochtopf fertig. Wenn Sie es gern besonders deftig mögen, können Sie auch Speck und Zwiebeln knusprig anbraten und diese vor dem Servieren über die Suppe geben.

Sämtliche Bratenreste eignen sich übrigens auch super als Salatzutat! Lösen Sie dazu das Fleisch vom Knochen. Schneiden Sie das Fleisch in kleine Stücke und braten Sie es in einer Pfanne an. In Kombination mit winterlichen Saisonsalaten wie Radicchio, Friseé oder Chicoreé und einem Dressing aus Orangensaft, verfeinert mit Sesampaste (gibt es im türkischen Supermarkt) erhalten Sie ein gesundes Hauptgericht!

Kartoffel- und Gemüsefabrik

Kartoffeln, Klöße und Gemüse zum Braten gibt es reichlich. Leider bleibt gerade von den Beilagen oft viel zu viel übrig. Aus Kloßresten können Sie ganz einfach eine leckere Mahlzeit zubereiten: Schneiden Sie die Klöße in kleine Stücke und braten Sie diese in einer Pfanne scharf mit Pfeffer und hauchdünn geschnittenen Schinkenstücken an. Geben Sie nun ein verquirltes Ei dazu und braten Sie das Ei kurz mit. Verzieren Sie das Ganze zum Schluss noch mit gehacktem Schnittlauch. Mit Kartoffeln kann man dasselbe Rezept ausprobieren.

Süßschnäbel können die in Scheiben geschnittenen Kloßreste in einer Pfanne mit Butter anbraten und anschließend mit Preiselbeerkompott, Apfelmus oder einfach Zucker und Zimt servieren.

Werfen Sie kein Gemüse weg! Nach zwei Tagen hat man oft schon die Einlage für eine leckere Suppe beisammen. Für die Fleischeinlage kann hier auch der Bratenrest vom Vortag sorgen. Und Klößchen sollen eine super Suppeneinlage ergeben…

Krümelmonster-Wonderland

Noch Plätzchen übrig? Diese eignen sich als perfekte Grundlage für leckere Rumkugeln – auch Bäcker tun übrigens nichts anderes, als mit Rumkugeln Reste zu „verwerten“. Zerbröseln Sie dazu die Plätzchen ganz fein. Rühren Sie dazu eine dickflüssige Masse aus Krümeln, geschmolzener Schokolade (auch hier eignen sich Reste), etwas Sahne, einem Fläschchen Rumaroma, etwas Zucker und Puderzucker nach Geschmack an. Formen Sie nun Kugeln und wälzen Sie diese in Schokostreuseln und stellen Sie die Rumkugeln zum Durchziehen für 2 Tage in den Kühlschrank.

Spekulatiusreste können Sie in einer Plastiktüte zu Pulver bröseln und mit zwei Bechern geschlagener Sahne (á 200 ml), dem Saft einer halben Zitrone und dem Saft einer Orange mischen. Voila – fertig ist das perfekte Topping für Apfelmus, Pudding und Obstsalate.

Haben Sie noch mehr Reste-Rezepte auf Lager? Schreiben Sie uns!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Leserbriefe

Keine Kommentare

Noch keine Kommentare oder Backlinks.

RSS-Feed zu diesem Beitrag