Rauchen als Genuss

Das Rauchen von Zigarre oder Pfeife wird oftmals eher älteren, gesetzten Gentlemen zugesprochen und weniger mit jungen modernen Männern verbunden. Zum einen rührt diese Assoziation daher, dass es in früheren Zeiten fast ausschließlich reichen Herrschaften vorbehalten war die teuren Tabakwaren zu genießen. Zum anderen ist das Rauchen in der heutigen Gesellschaft verpönt und deshalb nicht mit einem jungen fortschrittlichen Geist zu vereinen.

Die Zeiten ändern sich

Zur Zeit der alten Gentlemen galt noch das Gebot des Tabakgenusses, das heißt wer etwas auf sich hielt rauchte. Zudem war das Rauchen ein Privileg der Herrenwelt, das in eigens dafür eingerichteten Kamin-Zimmern und Salons zelebriert wurde. Zur damaligen Zeit waren Gesetze, wie das heutige Nichtrauchergesetz überflüssig, denn kein Raucher wäre auf die Idee gekommen einen Nichtraucher mit seiner Gewohnheit zu belästigen. Heute wiederum werden selbst Kamine nicht mehr nach alter Tradition betrieben, sondern wie bei labamo.de mit Ethanol entzündet, um den Geruch zu unterbinden.

Stilvolles Rauchen

Der Rauch einer Zigarre wird– ähnlich wie der Pfeifenrauch – von Nichtrauchern meist als angenehm wahrgenommen. Dies resultiert vermutlich aus der höheren gesellschaftlichen Akzeptanz für Zigarre und Pfeife und der Tatsache, dass dieser Tabak wesentlich wohlriechender als Zigarettentabak ist, da er auf andere Art und Weise parfümiert wird.

Der angenehmere Geruch und natürlich auch der erlesene Geschmack von Zigarren machen sie nicht nur bei der älteren Generation beliebt. Der Genuss einer teuren Zigarre wird in den Medien auch häufig mit Erfolg assoziiert und vermittelt dem Raucher somit ein erhabenes Gefühl.

Natürlich ist das Rauchen von Zigarren- oder Pfeifentabak nicht ungefährlicher als das Rauchen von Zigaretten. Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass auf den Genuss komplett verzichtet werden muss. Allerdings bedarf das stilvolle Rauchen von Zigarre oder Pfeife eine gewisse Vorbildung. Zum Beispiel würde nur ein Amateur seinen Tabak mit einem Benzinfeuerzeug oder mit einem Streichholz anzünden. Beide Varianten würden nämlich den feinen Geschmack des hochwertigen Tabaks verfälschen.

Beim Rauchen selbst wird an der Zigarre gezogen, aber nicht inhaliert. Neigt sich die Zigarre ihrem Ende zu, wird sie keineswegs ausgedrückt, sondern ihr letztes Drittel in den Aschenbecher gelegt. Dort verglüht sie dann von allein.

Keine Hektik beim Genuss

Auch wenn Zigaretten durch ein stilvolles Zigarettenetui durchaus an Eleganz gewinnen können, haben sie wenig mit dem genussvollen Rauchen einer Zigarre oder einer Pfeife gemeinsam. Immerhin kann der Genuss einer Zigarre bis zu einer Stunde dauern.

Ein stilvoller Raucher würde einen Nichtraucher auch nicht einfach mit seiner Leidenschaft belästigen, sondern immer vorab fragen, ob das Rauchen stört. Tut es das, unterlässt er es selbstverständlich.

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Leserbriefe

Ein Kommentar

Pfeifenraucher #

23. Juli 2012 // 19:50

Ansich ein guter Artikel, drei Punkte muss ich als passionierter (und trotzdem noch zu den „jungen Leuten“ gezählter) Pfeifenraucher anmerken. Auch wenn der Artikel ja vor allem die Zigarren in den Fokus nimmt, werde ich mich hier auf das Pfeife rauchen beziehen.
1) Lange nicht jeder Pfeifentabak ist aromatisiert. Es gibt auch naturbelassene Mischungen, die zum Teil komplett ohne Zusatzstoffe sind, durch die anderen Tabaksorten wird allerdings auch dieser Rauch meist als angenehm empfunden. Vor allem Virginia und Burley Tabake riechen für die meisten Menschen sehr wohltuend, wohingegen auch bei der Pfeife Latakiatabake meist als nicht so wohlriechend wargenommen werden.
2) Ich bin kein mediziener, trotzdem würde ich bezweifeln wollen, dass das Pfeife rauchen genau so schädlich ist, wie das Zigarette rauchen, eben genau, weil der Tabak nicht inhaliert sondern „gepafft“ wird. Sicher ist auch die Aufnahme durch z.B. die Mundschleimhäute schädlich, aber gewiss nicht in dem gleichen Maß.
3) Das eine Pfeife niemals mit einem Benzinfeuerzeug anzuzünden ist stimmt in der Tat, das würde grausam schmecken. Streichhölzer hingegen werden von vielen Pfeifenrauchern statt des Gasfeuerzeugs zum anzünden ihres Tabaks verwendet und ziehen definitiv keine geschmacklichen Einbußen nach sich.
Mfg

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