Lieferando und Co. – Mittagessen per Mausklick

In „Zurück in die Zukunft“ II. gibt es eine Szene, die im Jahr 2012 spielt. Marty McFlys Mutter schiebt eine Winz-Peperoni-Pizza in der Größe einer Schlumpf-Mahlzeit in ein mikrowellenähnliches Gerät, wählt per Sprachsteuerung die Hydrationsweise und – Bing! – fertig ist die durch Wasserzufuhr auf Normalgröße herangewachsene Pizza Peperoni. Wenn ein solches Szenario auch 2012  – glücklicherweise oder leider? – noch in ferner Zukunft liegt, werden die Möglichkeiten, Essen im Netz zu ordern, immer einfacher und die Auswahl ist riesig. Lieferdienste profitieren von kleinen Firmen ohne Kantine, von kochfaulen Singles und von Partywütigen, die die Buffet-Planung einfach mal in professionelle Hände abgeben.

McDonald’s war gestern

Mittagspause im Berliner Startup. Die eindeutige Meinung ohne Ausnahme: Hunger! Doch einig wird man sich selten: Die Mischung aus Pizzahunger, Aversion gegen indische Gerichte, dauerdiätwütigen Kollegen und Thai-Verfechtern macht einen kollektiven Besuch im Restaurant oder beim Pizzamann um die Ecke nicht einfach. Lieferservice-Dienste wie lieferando.de kommen da wie gerufen: Man gibt auf der Website einfach die Postleitzahl ein schon werden alle teilnehmenden Restaurants in der Umgebung ausgespuckt. Die Mindestbestellwerte sind schnell erreicht und so kann es losgehen mit der Großbestellung: Sushi, Pizza, Pasta, Burger, Croques, Salate – kaum ein Gericht, was nicht frisch zubereitet mit einem Lieferdienst direkt ins Büro gebracht wird.

Wenn das Tim Mälzer wüsste

Haben wir es hier mit „Essen bestellen – The Next Generation“ zu tun, so hat dies den „normalen“ Lieferdiensten keinen Abbruch getan. Noch immer ist es ein Highlight für Abertausende Singles, Paare, Freunde, Bekannte und andere Hungrige, sich mit im Mund zusammenlaufendem Wasser die Speisekarte des Inders um die Ecke einzuverleiben, um dann die gewünschte Bestellung eine halbe Stunde später überglücklich nebst durch Überschreiten eines bestimmten Bestellwerts mitgelieferte Flasche Rosenthaler Kadarka im Empfang zu nehmen. Wenn ein bestimmter Mindestbestellwert erreicht ist, fallen meist auch die Versandkosten weg. Es möge der Freitagabend beginnen!

It’s my Party

…and I cry if I want to – dafür gibt es eigentlich keine Gründe mehr, wenn man selbst nur mit dem Pusten von Luftschlangen und der Musikauswahl beschäftigt ist, weil der Partyservice sich um das Buffet kümmert. Was wir schon von den 90er-Jahre-Geburtstagspartys unserer Eltern in Form von silbernen Platten mit lachsfarbener Creme, Unmengen gefalteter Salatblätter und Weintrauben-Käse-Installationen kennengelernt haben, wird heute durch Namen wie „Canapés“, „mediterrane Platte“, „Fingerfood“ u.a. schmackhaft gemacht. Wenn Ihr es mal ausprobieren möchtet, dann bestellt doch mal einen „Motto-Party-Service“ mit italienischen Antipasti, spanischen Tapas oder – für alle Berliner – eine echte „Berliner Platte“ – stilecht mit Berliner Kartoffelsalat, Mett mit Zwiebeln und natürlich Rote Grütze zum Nachtisch.

 

 

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