Gesund grillen in der Grillsaison 2012

Auch wenn wir derzeit noch vor allem damit beschäftigt sind, uns über das scheußliche Wetter und den Regen aufzuregen, ist es doch gar nicht mehr so lange hin, bis es endlich wieder Zeit wird, den Grill anzuschmeißen! Echte Grillfans grillen im Dezember „ab“ und im Januar „an“. Über die Grilltrends im Jahr 2012 werden wir noch berichten, doch in erster Linie liegt es uns am Herzen, unsere Leser über die Vorzüge des gesunden Grillens zu informieren. Jeder, der schon einmal am Grill stand, hat sicher davon gehört, dass beispielsweise in die Glut tropfendes Fett eine gesundheitliche Gefahr darstellt. Doch auch der hohe Fettanteil einiger Fleischsorten trägt nicht unbedingt zur gesunden Ernährung bei. Wir zeigen ihnen, wie Sie gesund grillen und unbeschwert in die Grillsaison 2012 starten!

Fleischeslust

Männer müssen Fleisch essen! Das müssen sie zwar nicht, aber über die Köstlichkeit eines frisch gegrillten Hüftsteaks sind sich wohl die meisten einig. Das ist an sich auch kein Problem – ein Problem wird es nur, wenn es fünf Hüftsteaks an einem Abend werden. Dazu noch drei Bier und schon hat man den Kalorienbedarf eines ganzen Tages gedeckt – und dass, obwohl man tagsüber schon normal gegessen hat. Hier sind fettarme Fleischsorten wie Hähnchen, Rinderfilet oder fettreduzierte Würstchen besser geeignet. Wenn Sie gern „richtiges“ Fleisch mögen, sollten Sie sie nicht für Schwein, sondern für Rind entscheiden: Es ist fettärmer und gesünder als Schweinefleisch. Unter rindfleisch.com finden Sie viele Infos über die Eigenschaften verschiedenster Steaks und Teile vom Rind – hier variieren auch Fettgehalt und Eignung als Grillfleisch. Besonders geeignet ist Rib-Eye Steak, T-Bone oder Roastbeef.

Wussten Sie eigentlich, dass Grillen an sich sehr gesund ist? Durch die direkte Hitzeeinwirkung schließen sich die Poren des Fleisches sofort. So gehen weniger Mineralstoffe und Vitamine verloren. Da viel Fett beim Grillen aus dem Fleisch tropft, ist das Grillgut am Ende fettärmer.

Es muss nicht immer Fleisch sein

Haben Sie schon mal Gemüsespieße gegrillt? Diese sind eine fettarme und gesunde Alternative zu Fleisch, eignen sich jedoch auch perfekt als Beilage. Viele Fleischsorten wie Würstchen, Nackensteaks und Koteletts haben einen hohen Fettanteil, der auch durch Abtropfen nicht wesentlich vermindert wird. Hier kann Gemüse eine sinnvolle Alternative oder auch Ergänzung sein: Maiskolben, Auberginen und Zucchini entwickeln auf dem Grill ein köstliches Aroma und sind auch nicht gleich als Rettungsring auf den Hüften wiederzufinden. Auch Fisch, der in einer speziellen Grillzange oder mit Gewürzen und Gemüse in Alufolie gegrillt wird, ist sehr lecker und außerdem gesund.

Ungesunde Rauchzeichen

Was dem Grillen schon vor längerer Zeit einen schlechten Ruf einbrachte, sind die gesundheitsschädlichen Stoffe wie Benzpyren, die entstehen, wenn Marinade, Fett oder Fleischsaft in die Glut tropfen. Je mehr Rauch beim Grillen entsteht, umso schädlicher ist dies für das Grillgut, weil sich die giftigen Stoffe durch den Rauch auf dem Grillgut niederlegen. Hier kann man jedoch einfach vorbeugen, indem man marinierte Fleischsorten trocken tupft, bevor sie auf den Grill kommen. Fleischsorten, die sehr fetthaltig sind, sollte man in einer Aluschale garen, dort kann sich das Fett sammeln. Wichtig ist außerdem, dass der Grill 30 bis 60 Minuten vorglüht. Erst wenn die Kohle weiß ist, sollte das Grillgut aufgelegt werden.

Gepökelte Fleischsorten, also Kassler, Fleischwurst oder Bockwurst haben auf dem Grill nichts zu suchen! Das im Pökelsalz enthaltene Nitrit verbindet sich unter Wärmeeinwirkung mit dem im Fleisch enthaltenen Eiweiß zu gesundheitsschädlichen Nitrosaminen. Auch bei öl- und fetthaltigen Marinaden sollten sie darauf achten, weder Butter noch Margarine zu verwenden, denn beide Fette zersetzen sich leicht bei hohen Temperaturen, was nicht nur zu einem stechenden Geruch und einem unangenehmen Geschmack führt, sondern auch schädlich für die Gesundheit ist.  Auch Sonnenblumen-, Weizenkeim- und Maiskeimöl oxidieren unter Hitzeeinfluss zu gesättigten Verbindungen – eine gehäufte Aufnahme führt zur Erhöhung des Anteils an schädlichem Cholesterin – eine Ursache für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Hitzebeständig und deshalb zum Grillen geeignet sind Erdnussöl, Woköl oder speziell gekennzeichnete Öle.

Gretchenfrage: Kohle oder Gas?

Gas- und Elektrogrills eignen sich besser als Holzkohlegrills, weil hier die Temperatur einfacher zu regulieren ist. Da außerdem keine offene Flamme das Grillgut erhitzt, entsteht kaum Rauch. Wenn Sie auf Holzkohlegrills schwören, sollten Sie sich für ein Modell entscheiden, bei dem der Glutbehälter seitlich vom Rost angebracht ist und das Fett in eine Auffangschale tropft. Achten Sie darauf, dass der Grill mit einem Q-Zeichen gekennzeichnet ist. Dieses garantiert nicht nur die Handlichkeit und gute Hitzeverteilung, sondern auch die gesundheitliche Unbedenklichkeit des Grills, da dieser abtropfendes Fett und Wasser in einer Wanne auffängt.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start in die Grillsaison 2012! Freuen Sie sich mit uns auf weitere Artikel zu Infos und Rezepten rund um den Grill.

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Leserbriefe

Ein Kommentar

Florian #

29. März 2012 // 07:12

Hi, vielen Dank für den tollen Artikel der wieder einmal beweist Grill ist nicht gleich Grill. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass verbrennungsfördernde Mittel zum Anheizen, Rauch und tropfendes Fett einen Risikofaktor für die Gesundheit beim Grillen darstellen. Gruß Florian

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