Taschenmesser – Accessoire für Wildnis und Großstadtdschungel

Es ist vermutlich das männlichste Accessoire und besitzt zudem noch mehr als eine praktische Eigenschaft. Die Rede ist vom funktionsreichen Schweizer Taschenmesser. Es passt in jede Hosentasche und rettet durch jede erdenkliche Alltagssituation. Schließlich können die Schweizer Armee, die NASA und MacGyver nicht irren.

Vom Armee-Messer zum Alltagsretter

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts begann die Erfolgsgeschichte des Schweizer Taschenmessers. Die Schweizer Armee orderte damals Messer, die sowohl zum Essen, als auch zum Warten der Gewehre dienen sollten und heraus kam das Taschenmesser mit Korkenzieher und Dosenöffner, Schere, Nagelpfeile, Schraubendreher und Holzsäge. Für den zivilen Verkauf wurden die Messer noch mit Pinzette und Zahnstocher aufgerüstet und entwickeln sich bis heute stetig weiter. Die Schweizer Taschenmesser sind nämlich nicht nur sehr praktisch für Soldaten, sondern werden auch für verschiedene Zielgruppen mit speziellen Funktionen und Werkzeugen ausgestattet. So gibt es beispielsweise für Angler den integrierten Fischentschupper und für Golfer einen Rasenheber als zusätzliches Feature. Auch zur Grundausstattung der NASA-Astronauten gehört ein Victorinox Taschenmesser vom Typ Master Craftsman.

Aber auch die Schreibtischtäter wurden bedacht und „ihre“ Taschenmesser zusätzlich mit Kugelschreiber, Uhr, Laserpointer, USB-Stick und sogar mit einem MP3-Player versehen. Sie sehen, das Taschenmesser ist nicht nur bei Campern und Wanderern sehr beliebt, um sich damit durch die Wildnis zu schlagen, sondern dient auch im täglichen Bürostress oder bei Meetings. Modelle mit über 80 Werkzeugen für mehr als 140 Funktionen sind jedoch eher Sammlerstücke und weniger für den Alltag geeignet. Schließlich sind ein Gewicht von knapp eineinhalb Kilo und eine Größe von 25 Zentimetern nicht mehr ganz so praktikabel in der Hosentasche.

Rechtskräftig

Ausschließlich die Firmen Victorinox und Wenger dürfen den rechtlich geschützten Begriff Schweizer Offiziersmesser sowie das Schweizer Kreuz auf dem Griff verwenden. Bereits im Juni 1897 wurde der Begriff Schweizer Offiziers- und Sportmesser als Handelsmarke geschützt. Außerdem hat Victorinox den in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Konkurrenten Wenger im Jahr 2005 aufgekauft, um zu verhindern, dass Wenger von ausländischen Investoren aufgekauft würde. Man befürchtete eine Rufschädigung für die Original Schweizer Messer.

Vielfalt

Die Schweizer Taschenmesser zeichnen sich traditionell durch rote Griffe mit einem kleinen Schweizer Kreuz in der Mitte aus. Doch mittlerweile wurde das Design entweder als transparente Variante modern interpretiert oder durch bunte und witzig gemusterte Griffe erweitert. In Kooperation mit Christopher Raeburn hat Victorinox auch Messer aus Metall auf den Markt gebracht, die aus eingeschmolzenen Pferdehufnägeln des Militärs gefertigt sind und außerdem in der Originalverpackung der Hufnägel verkauft werden. In jedem Fall kommt mit den kleinen Alltagsrettern keine Langeweile auf. – Ob Sie sich nun in der Wildnis durchschlagen müssen oder in einer ausweglosen Situation landen. Denn wenn Mac Gyver mit Hilfe des Schweizer Taschenmessers einen Panzer bauen kann, dann schaffen Sie das sicher auch.

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