Stilvoll Schreiben
mit Tinte

Jeder kann sich vermutlich noch an den Lamy Füller (Holz mit rotem Kunststoffwürfel) oder den Pelikan Füller (roter oder blauer Kunststoff) erinnern, mit dem er zu Schulzeiten „Schönschreiben“ gelernt hat. Doch später im Leben greifen die meisten Menschen zum gemeinen Kugelschreiber.

Heutzutage bleibt von Hand schreiben größtenteils auf der Strecke, da wir im Zeitalter der modernen Medien entweder den Computer nutzen oder Nachrichten mit dem Handy verfassen. Hochoffizielle Papiere, Abschlussarbeiten und Bewerbungen von Hand zu verfassen ist in unserer heutigen Gesellschaft schier unmöglich.

Schreibutensil oder Statussymbol?

Neben den Standardfüllern, die natürlich immer noch für den alltäglichen Schulgebrauch gefertigt werden, verhält es sich bei den exklusiven Füllfederhaltern teilweise wie bei Armbanduhren. Der Eleganz und der Extravaganz sind keine Grenzen gesetzt. Was der Ferrari zwischen den Kleinwagen, ist der edle Füllfederhalter unter den Plastikschulfüllern. Viele Hersteller wie Montblanc, Faber-Castell mit der Linie „Graf von Faber-Castell“, Pelikan, OMAS (Officina Meccanica Armando Simoni) und Caran d’Ache, nur um einige wenige zu nennen, vermarkten ihre Füller inzwischen eher als Statussymbol und Sammlerobjekt und weniger als reines Schreibutensil. Montblanc und Caran D’ache produzieren inzwischen vordergründig nicht mehr nur Füllfederhalter, sondern noch eine große Auswahl an anderen Herrenaccessoires wie zum Beispiel Uhren, Gürtel und Taschen.

Allerdings sollte man sich vielleicht einen teuren Füllfederhalter nicht ausschließlich als Statussymbol zulegen sondern diesen auch regelmäßig verwenden. Die Füllfederhalter ab einer Preisklasse von ca. 150 Euro aufwärts bestechen nicht nur durch ihr edles Design sondern auch durch exzellente Qualität, wofür auch die teilweise geringe Stückzahl auf Grund von filigraner Handfertigung spricht.

Füllfederhalter als handgefertigtes Schmuckstück

Dies zeigt sich auch gerade bei ganz kleinen Unternehmen, wie zum Beispiel Cleo Skribent aus Nordbrandenburg oder das Ein-Mann-Unternehmen Stefan Fink aus Hamburg, der jedes Jahr nur ungefähr 250 Schreibgeräte aus speziellen Hölzern fertigt, die dann aber jedes für sich sprechen und daher auch ihren Preis haben. Der Preis für so ein Kunstwerk liegt zwischen 900 und 2500 Euro. Einer der teuersten Füller ist übrigens der Montblanc Black Diamond, der mit Diamanten besetzt ist und über 120.000 Euro kostet.

Ein edler und teurer Füller macht aber aus einer Sauklaue noch lange kein schönes Schriftbild, sondern es bedarf schlussendlich dann doch einer gewissen Übung um seinen Füllfederhalter wie erwünscht zu verwenden.

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