Kult-Uhren und ihre namhaften Hersteller

Die Armbanduhr ist das Accessoire schlechthin. Nahezu jeder trägt eine und viele haben sogar mehrere Modelle im Schrank. Waren sie Anfang des 20. Jahrhunderts noch als „weibische Mode“ verschrien, haben einige der Zeitmesser bis heute einen regelrechten Kultstatus erreicht. Das Herrenblatt stellt die fünf berühmtesten Uhrenmarken und ihre Modelle vor.

Breitling

Im Jahr 1884 spezialisierte sich Léon Breitling nach seiner Uhrmacherlehre auf den Bau intelligenter Messwerkzeuge für die Uhrmacherei und erlangte in seiner Branche und in seinem Heimatort Saint Imier in der Schweiz schnell einen guten Ruf. Etwa 30 Jahre später entwickelte Breitlings Sohn Gaston, im Jahr 1915, den ersten Armbandchronographen mit zentralem Sekundenzeiger und 30-Minutenzähler. Dies ließ Navigationsberechnungen zu und war somit besonders für Piloten von großem Interesse.

Die Breitling-Nachfolge übernahm Neffe Willy, der im Jahr 1932 den Bordchronografen für Flugzeuge entwickelte, der strengen militärischen Spezifikationen unterlag. Die Gang-Genauigkeit und mechanische Zuverlässigkeit überzeugte auch namhafte Kunden wie Douglas, Boing und Lockheed.

Der erste Armband-Chronograph mit einem Rechenschieber wurde der Öffentlichkeit erstmals 1942 zum Verkauf angeboten und wurde bekannt als „Type 42“. Dieser klassische Chronograph ist bis heute die begehrteste und am meisten gesuchte Breitling-Uhr und besonders beliebt unter Sammlern.

Rolex

Auch das Traditionsunternehmen Rolex spezialisierte sich schon früh auf die Entwicklung von Armbanduhren, die sich bei den Herren zur damaligen Zeit noch keiner großen Beliebtheit erfreuten. Im Jahr 1910 wurde Rolex, von einer schweizerischen Prüfinstanz, das weltweit erste offizielle Chronometer-Zertifikat für Armbanduhren verliehen und bezeugte damit schon damals die hohe Qualität der Marke Rolex.

Im Jahr 1926 entwickelte die Manufaktur die erste wasserdichte Armbanduhr, die ein Jahr später von der Engländerin Mercedes Gleitze bei ihrem Versuch, den Ärmelkanal zu durchschwimmen, getragen wurde. Die „Oyster“ hat den etwa 10 Stunden andauernden Versuch unbeschadet überstanden und legte den Grundstein für alle wasserdichten Uhren, bis heute.

Im Jahr 1931 entwickelte und patentierte Rolex den ersten rotorbetriebenen Aufzugmechanismus, den sogenannten Perpetual Rotor, auf dessen System seither alle Mechanismen heutiger Automatikuhren basieren. Die Kombination beider Erfolgsmodelle, die „Oyster Perpetual“, trugen Sir Edmund Hillary und Tensing Norgay bei der Erstbesteigung des Mount Everest im Jahr 1953.

Tudor

Die Uhrenmarke Tudor wurde im Jahr 1946 von Rolex-Gründer Hans Wilsdorf ins Leben gerufen, um Armbanduhren mit einer hohen Zuverlässigkeit, aber zu erschwinglichen Preisen zu verkaufen.

Tudor steht heute für die Verbindung von Technik und Stil und kann auf gleiche Erfolge wie ihr Vorbild, die Rolex zurück blicken. Im Jahr 1952 nämlich kamen 30 Modelle der Tudor „Oyster Prince“ bei wissenschaftlichen Expeditionen der Royal Navy in Grönland zum Einsatz.

In den 60er Jahren entwickelte Tudor einen Zeitmesser für professionelle Taucher und konnte mit der „Prince Submariner“ die US-Marine und mit dem Modell „Marine Nationale“ die französische Marine als Kunden gewinnen.

Tudor hat seine Uhren stets für Berufe konzipiert, die als gefährlich gelten. Somit ist es nicht verwunderlich, dass das Unternehmen seit 2009 Timing Partner von Porsche Motorsport ist.

IWC – International Watch Co.

Die Kult-Uhr „Perpetual Calendar“ aus der Portugieser-Reihe von IWC ist seit 2003 auf dem Markt und verfügt über ein ewiges Kalendarium, das seit über 25 Jahren eines der modernsten seiner Art ist. Außerdem zeichnet sie sich durch eine ewige Mondphasenanzeige aus, die den Lauf des Erdtrabanten mit nahezu absoluter Genauigkeit abbildet. Erst nach 577 Jahren summiert sich, laut Hersteller, eine winzige Abweichung von 12 Sekunden pro Mondzyklus auf eine Differenz von einem vollen Tag, den es zu korrigieren gilt.

Die Portugieser-Reihe hat im Haus IWC seit 1939 Tradition und hat sich rein optisch kaum verändert. Die eleganten Feuille-Zeiger und die applizierten arabischen Zahlen finden sich auch im Design der aktuellen Portugieser „Perpetual Calendar Limited Edition 2010“ wieder. Die Anzahl dieser klassischen Uhr ist auf weltweit 100 Exemplare limitiert und stellt somit, neben dem Aspekt eines exklusiven Accessoires, eine lukrative Wertanlage dar.

Jaeger-LeCoultre

Die Uhrenmanufaktur Jaeger-LeCoultre hat seit dem 19. Jahrhundert mehr als 350 patentierte Erfindungen in den Bereichen Uhrwerk, Gehäuse, Armbänder, Zifferblätter und Uhrenfunktionen vorzuweisen. Seit der Geschichte der Uhrmacherkunst ist diese Zahl kaum übertroffen und trug wesentlich zum Fortschritt des Schweizer Uhrenhandwerks bei.

Anlässlich des 80jährigen Jubiläums des Kult-Modells „Reverso“, legt das exklusive Uhrenlabel Jaeger-LeCoultre ein virtuelles Museum an, in dem jeder Reverso-Besitzer seine Uhr ausstellen kann. Seit dem 10. Dezember sind alle Besitzer der Kult-Uhr eingeladen, ihre ganz persönliche Geschichte zur Uhr zu erzählen sowie ihr Exemplar im virtuellen Museum auszustellen.

Die „Reverso“ kann mit namhaften Trägern, wie zum Beispiel König Eduard VII von England, der die Familienwappen auf seinem Exemplar eingravieren ließ, oder der amerikanischen Fliegerin Amelia Earhart, die sich bei ihrer Gravur für die Route ihres ersten Fluges – von Mexiko nach New York – entschied, aufwarten. Sie sehen, die begehrten Zeitmesser sind nicht nur Uhren für Herren, sondern bei der Damenwelt gleichermaßen beliebt.

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[…] Schal, der als Schlaufe locker um den Hals gelegt wird, eine im Italienurlaub erstandene Armbanduhr oder der geerbte Ring mit Gravur – Accessoires sagen viel über die Individualität und das […]

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